Aufsatz 
Der Vogel Phönix : ein angelsächsisches Gedicht / stabreimend übers. von C. W. M. Grein
Entstehung
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nicht Sünde noch Streit, nicht Schmerz noch Leid,

nicht Bettlers Elend noch bittre Not,

nicht Schlaf noch Sorge noch schweres Lager,

nicht Winters Gewerfe noch Wetters Toben

heftig unterm Himmel, und der harte Frost

mit kalten Kältezapfen Keinen plaget.

Da fällt nicht Hagel noch Reif vom Himmel nieder,

nicht windige Wolken noch Walzergüſze

von der Luft gepeitscht: sondern lebende Ströme

entspringen wunderherlich aus wallenden Quellen,

mit lieblichen Pluten die FPluren leckend.

Wonnsame Walger aus des Waldes Mitte

brechen in der Monde jedem aus des Marklands Boden

hell und kül, die dann den Hain durchfliefzen

herlich eine Weile: das ist des Herrn Gebot,

dalz zwölfmal das zierfeste

Land die Fluten durchlaufen sollen.

Es sind die Bäume all mit Blüten da behangen,

mit wonnigem Gewächs: da weichen nimmer

heilig unterm Himmel des Holzes Schätze;

nicht fallen da zur Erde fäl die Blüten,

der Waldbäume Schmuck, sondern wundervoll

sind die Aste an den Bäumen all beladen

mit Obst immer neu zu allen Zeiten.

In dem Grasgefilde grün da stehen

behangen herlich durch des Heilgen Macht

der Bäume schönste. Nicht gebrochen wird

das Holz im Haine, wo der heilge Duſt

wont im Wonneland: gewendet wird das

Alters nimmer, eh der das Ende bringt

der alten Erde, der sie im Anfang schuf