Aufsatz 
Der Vogel Phönix : ein angelsächsisches Gedicht / stabreimend übers. von C. W. M. Grein
Entstehung
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steile stehen; nicht Steinklippen

erheben sich da hoch, wie hier bei uns;

da sind nicht Tellen noch Täler noch tiefe Schluchten,

nicht Höhen noch Hügel, noch erhebt sich da

Unsüfzes irgend: es steht das edle Feld

untern Wolken wonnsam beblümt.

Um zwölf Klaftern ist das zierreiche Land

höher noch erhaben, wie uns hochbegabte

weise Männer in iren Werken melden,

als der Berge einer, die blinkend hier bei uns

sich hoch erheben unter Himmels Sternen.

Sanft ist das Siegfeld; es glänzt der Sonnenhain,

das wonnigliche Waldgehölz. Nicht welkt da jemals

der Blumen Pracht: die Bäume immer

grün da stehen, wie Gott gebot.

Im Winter wie im Sommer sind des Waldes Bäume

mit Blüten stets behangen: nie bricht da ab

das Laub untern Eüften und die Lohe schadet

Alters nimmer, eh das Ende kommt,

der Wechsel dieser Welt. Als einst mit Waſters Tosen

all den Mittelkreifz die Meerflut deckte,

der Erden Umfang, da war das edle Land

durchweg geschützt vor der Wogen Andrang:

es stund behalten wider die hohen Wogen

durch die Gnade Gottes ganz unversért.

So bleibts auch blühend bis zu des Brandes Ankunft

am Tage des Gerichts, wenn die Todtenhäuser

all die Gräher sich auftun werden.

. In dem héren Lande ist nicht Haſz noch Feindschaft,

nicht Wehhklagen noch irgend ein Wehezeichen, nicht Alter noch Elend noch der enge Tod, nicht Verlust des Lebens noch Leides Nahen,