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Für den Laubwald C hat uns hauptsächlich der„Bergwerks- wald“ die verschiedensten Pflanzen geliefert. Hier sind es nament- lich die goldgelben Solidago Virgaurea, Senecio Nemorensis, Hy- pericum pulchrum, quadrangulum, montanum und hirsutum, die über 1 m hohe, rosaviolette Betonica officinalis, die blauen Cam- panula Trachelium, Cervicaria und Aquilegia vulgaris, die hoch- anstrebende, durch ihre grossen zusammengesetzten Dolden und die stark bauchigen Blattscheiden imponierende Angelica silvestris, ausserdem Chrysanthemum corymbosum, Atropa Belladonna, Lilium Martagon, Phyteuma nigrum, Scabiosa Columbaria, Serra- tula tinctoria, Convallaria majalis, Majanthemum bifolium, Luzula albida, Milium effusum und viele andere Gramineen.
Für die Orchideen, von denen besonders schön gedeihen: Platanthera bifolia und viridis, Listera ovata, Orchis maculata und Morio, schien es am zweckmässigsten, sämtliche zur Verfügung stehende Arten auf einem in geeigneter Weise zubereiteten Beete K zu vereinigen, weil durch die Gesamtwirkung einer so farben- prächtigen herrlichen Anlage ein grösseres Interesse für diese merkwürdigen Pflanzen erregt wird.
In unmittelbarer Nähe der Orchideenfamilie liegt die den Farnkräutern gemeinsame Pflanzstätte L, deren Erdmischung aus Laub- und Holzerde und etwas altem zersetztem Lehm besteht.
Die bekanntesten Giftpflanzen(Aconitum Lycoctonum, Aethusa Cynapium, Atropa Belladonna, Conium maculatum, Digitalis pur- purea, Datura Stramonium, Solanum Dulcamara, Solanum nigrum etc.) sind auf dem Beete M untergebracht.
Für das Gedeihen von Sumpf- und Wasserpflanzen ist durch Anlage des cementierten Moorbeets H und Bassins I hinreichend Sorge getragen.
An einer der Sonne exponierten Stelle ist ein Aufbau G aus Felsen gemacht worden, zwischen denen kleine Beetchen sich finden, die mit charakteristischen Alpenpflanzen bestanden sind. Es gewährt diese Anlage einen Einblick in die Schönheit und Eigenart der alpinen Flora.
Der Raum des Gartens gestattete ferner einen Erdkasten(N) anzulegen, der zur Aufnahme der Topfaussaaten im Frühjahr und der frostfrei zu haltenden Topfpflanzen im Winter von grossem Nutzen ist. Unmittelbar an diesen Erdkasten grenzen die soge- nannten Reserve- und Experimentierstücke(O), deren Benutzung im Namen liegt.


