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die beiden Stockwerke aufgeführt wurde, der zwei neue Klassen- zimmer in sich schlols. Dadurch wurde beim Haupteingang an Stelle der überflüssig gewordenen Treppe eine stattlicher Vorraum und im Oberstock ein Klassenzimmer gewonnen und der Abbruch der neben dem chemischen Laboratorium befindlichen Treppe er- möglicht.
Auch jetzt noch ging es zeitweise knapp genug her, so dals einmal sogar(Ostern 1878) ein Zimmer in dem der Schule gegen- über, östlich der katholischen Kirche, gelegenen Eckhause gemietet werden mulste. Die an sich nicht preiten Gänge waren durch zahl- reiche Schränke, die die herrliche Mineraliensammlung und andere naturwissenschaftliche Objekte bargen, recht eng geworden, das Lehrerzimmer war sehr klein. Beide Miſsstände sind in den letzten Jahren beseitigt worden. Die für ganz andere Verhältnisse be- rechnete Aula, welche bis heute noch zugleich als Zeichensaal dient, reichte natürlich nicht aus. Der Bau einer angemessenen Aula ist bei den gegebenen Verhältnissen kaum zu ermöglichen; das ist für die Sammlung der ganzen Schulgemeinde bei feierlichen Anlässen. wie Anfang und Schluls des Schuljahres, die Gedenktage der deutschen Kaiser, ja selbst für die jeden Montag stattfindende Andacht der evangelischen Schüler— die Katholiken sind in der nahen Pfarr- kirche zum Gottesdienst versammelt— recht erschwerend.¹) Von einer gemeinsamen Schluſsfeier wird deshalb seit vielen Jahren ab- gesehen, die Gedenktage der peiden ersten deutschen Kaiser sind nur einige Male gemeinschaftlich gefeiert worden, seit Jahren schon wird von dem Klassen- bezw. Geschichtslehrer in den einzelnen Klassen auf die Bedeutung der Tage hingewiesen, nachdem schon am Montag der Woche das gemeinsame Gebet Beziehung darauf genommen hat. Nur des regierenden Kaisers Geburtstag wird gemeinschaftlich in der Turnhalle gefeiert.
Die Errichtung der Turnhalle war immer mehr zum dringenden Bedürfnis geworden. Dem Mangel an einem passenden Turnplatz war 1866 durch Herrichtung eines solchen für beide Gymnasien ab- geholfen worden, so dafs nach 3 jähriger Unterbrechung vom 8. Juni 1866 an wieder geturnt wurde, leider konnte dies aber im Winter
¹) Die Eröffnung des Wochenunterrichts durch eine solche Andacht besteht seit Ostern 1887 infolge einer Verfügung des Königl. Prov.-Schulkollegiums vom 11. März 1887.


