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der beiden Anstalten nicht aufrecht zu erhalten. So wurde denn durch Ministerialverfügung vom 14. August 1880 die von den Direktoren vorgeschlagene Teilung genehmigt. Die Teilung der Pphysikalischen Apparate erfolgte auf der Grundlage von Vorschlägen der Fachlehrer. Aus der Bibliothek fielen die Werke aus dem Gebiete der klassischen Sprache, des Deutschen und der Geschichte an das Gymnasium, die mathematischen, naturwissenschaftlichen und neusprachlichen an das Realgymnasium, von den pädagogischen über- nahm jede Anstalt die Hälfte. Die Lehrer beider Anstalten haben pis auf den heutigen Tag das Benutzungsrecht für beide Bibliotheken, die noch eine gewisse ideelle Einheit behalten sollten.
Es mögen endlich als besonders charakteristische Züge der An- stalt die im Unterricht der neueren Sprachen angewandte sogenannte neue Methode und die sozialpolitische Färbung einer Reihe von Unter- richtszweigen Erwähnung finden. Auf Anregung des dem Kollegium angehörenden Dr. Kühn, der in einer Programmabhandlung von Ostern 1882„Zur Methode des französischen Unterrichts“ seine An- schauuugen darlegte, wurde im französischen und englischen Unterricht die neue Methode pefolgt. Seine in diesem Sinne geschriebenen Lehr- bücher— französische Grammatik und Lesebuch— wurden einge- führt. Um die Methode mit noch gröſserer Intensität durchzuführen, wurde Max Walter, der jetzige Direktor der Musterschule in Frankfurt a. M., der Anstalt im Herbst 1887 überwiesen. Am 7. Februar 1890 hielt der Geh. Regierungsrat Provinzialschulrat Dr. Lahmeyer eine Fachkonferenz, um seine Eindrücke, die er von einer vorgenommenen Revision des neusprachlichen Unterrichts empfangen hatte, mitzuteilen und zur Diskussion zu stellen. Die Revision ergab, dals die mündlichen Leistungen der Schüler gut, teilweise anderen Anstalten überlegen waren, letzteres besonders in dem Verständnis, der Wiedergabe und Anwendung der fremden Sprache, sowie in der Übersicht über früher Gelesenes, dagegen lielsen die schriftlichen französischen Leistungen in einigen Klassen
zu wünschen übrig. Die Anschauungsbilder— so führte der Vor— sitzende aus— seien nicht auf die bekannten Hô1zel'schen zu
beschränken, sondern es seien, dem Standpunkte der Klasse ent- sprechend, auch Bilder aus der biblischen Geschichte, Naturgeschichte und Geschichte zu gebrauchen. Der gute Einflufs der neuen Methode möge auch auf andere Schulen übergehen, es möchten vorhandene Schwächen allmählich beseitigt und ein Ausgleich mit der alten


