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Die ästhetischen Hauptlehren von Rutgers Marshall / von Georg Laufersweiler
Entstehung
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C. Lust und Unlust sind Qualitäten, die allen psychischen Elementen gemeinsam sein können 1 ).

Die erste Hypothese wird hauptsächlich von Hör wie z (Psychol. Analysen) verteidigt, dessen Argumentation M. nicht hefriedigt. Wenn wirklich alles Psychische sich auf Lust und Unlust als den ursprünglichen Elementen entwickelt hat, dann sollte man angesichts des verschiedenartigen Charakters von Lust und Unlust zwei deutlich unterschiedene Linien in der Entwickelung des Psychischen herausfinden. Auch Spencer kann in gewisser Hinsicht als Anhänger dieser Hypothese hetrachtet werden; denn er nennt einmal das Gefühl den Gattungsbegriff, unter den die Empfindungen und Emotionen als Artbegriffe fielen, (feeling is the generic term of which Sensation and emotion are two species", I. S. 37) Th. Ziegler bekennt sich ebenfalls in seinem BuchDas Gefühl" zur Ansicht von Horwicz, obne jedoch weitere be­deutende Argumente dafür zu bringen.

Auch die zweite Hypothese wird von M. abgelehnt. Er bekämpft dabei ausführlich die Ansicht, wonach Lust- Unlust sich durch ihreSubjektivität" von anderen Bewusst- seinsinhalten unterscheide 2 ). Im übrigen verweist er be­sonders auf die physiologische Seite des Problems. Vom Standpunkt des Physiologen sollte man, wenn Lust-Unlust psychische Elementesui generis" wären, ein Nervenzentrum erwarten, dessen Erregung mit dem Erscheinen von Lust und Unlust gleichzeitig wäre. Ein solches ist jedoch nicht zu finden 3 ). So bleibt nur die dritte Hypothese übrig, wonach Lust-Unlust ursprüngliche Qualitäten von allgemeinster Natur sind, die allen Bewusstseinszuständen zukommen können, wie man das im gewissem Sinne auch von der Intensität sagen kann (I, S. 4, 46). Gegen diese Annahme lassen sich die Einwürfe, die den beiden anderen Hypothesen verderblich sind, nicht erheben. In ihrem Sinne aber, so führt M. aus, spricht zunächst die Sprache des gewöhnlichen

1)quales, special qualities common to all mental phonomena I, S. 3G.

2) I, S. 38.

3) Die Unlialtbarkeit der Hypothese, dass die Gefühle eine besondere Gattung psychischer Elemente seien, zeigt auch Stumpf S. G ff.