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Die ästhetischen Hauptlehren von Rutgers Marshall / von Georg Laufersweiler
Entstehung
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Lebens, die fortwährend Lust- und Unlustersckeinungen in Beziehung zu allen psychischen Elementen setzt. Wir können auch nach dieser Ansicht begreifen, wie es kommt, dass das Gebiet des Hedonischen individuellen Schwankungen unterworfen sein muss, dass, je nacbdem die Gemüts- oder Willens- oder Verstandstätigkeiten im Vordergrund stehen, auch die entsprechende Seite des geistigen Lebens für Lust und Unlust besonders empfänglich ist. Ebensowenig wie die Intensität für sich vorkommt, kann hiernach Lust und Unlust getrennt von Bewusstseinsinhalten erscheinen.

Gibt es nach C eine totale Indifferenz der Eindrücke?

Nach C ist es ferner unmöglich, an einer Neutralisation festzuhalten, wie sie bei B denkbar wäre. Wären die Gefühle psychische Erscheinungensui generis", so könnte ein Reiz einem anderen so entgegenwirken, dass ein Ausgleich zwischen Lust und Unlust zustande käme. Aber nach C existieren Lust und Unlust nur als Qualitäten erst mit und an einem gegebenen Inhalt. Dass die verschiedenen Gefühlstöne sich aufheben sollten, ist hiernach undenkbar. Allenfalls kann eine Empfindung existieren, ohne deutlich lust- oder unlust­voll gefärbt zu sein, sozusagen im neutralen Zustand, sofern die Bedingungen zur Erzeugung von Lust und Unlust fehlen. Für das Gesamtbewusstsein jedoch ist die obige Frage zu verneinen.

2. Die physiologischen Grundlagen für das Entstehen von Lust und Unlust.

Eine vergleichende Betrachtung der Theorien über das Entstehen von Lust und Unlust zeigt, dass alle Lustgefühle (all pleasures) im Grunde von derselben Natur sind, dass von allen Unlustgefühlen (all pains) dasselbe gilt und dass beide Klassen in enger Beziehung zu einander stehen 1 ). Diese Beziehung löst M. folgendermassen auf:

a) Es gibt 2 grosse Klassen von Lusterlebnissen: a) Lust an der Tätigkeit eines Organs 2 ),

1) I, S. 168, 190.

2) Das Wort Organ braucht bei M. nicht gerade im Sinne eines spezifischen Organs aufgefasst zu werden. Es ist damit mehr die