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Sowohl dieser Umstand als auch die ermutigende Kritik, die das Werk gefunden hat, — es ist von W. James als „almost epoch-making" bezeichnet worden — mag Marshall veranlasst haben, in dem eben genannten, kleineren Buche das Psychologische über Lust und Unlust möglichst auszuschalten, um dafür mehr auf das eigentlich Ästhetische eingehen zu können und es in deutlichere Form zu fassen.
Die folgende Arbeit zerfällt nach der Art, wie man die Probleme des Schönen betrachtet, in zwei Haupteile. Der erste Teil zeigt, was nach Marshall das Wesen des Ästhetischen ausmacht und beleuchtet den Standpunkt 1. des naiven, 2. des kritischen Beschauers; der zweite Teil charakterisiert die Stellung des Künstlers und zeigt, was das Eigentümliche der künstlerischen Natur ist und welche Forderungen sich für die Kunst daraus ergeben.


