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Die ästhetischen Hauptlehren von Rutgers Marshall / von Georg Laufersweiler
Entstehung
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lustvollen Permanenz ihres Wiedererscheinens liege, die jedoch nur relativ, nicht ahsolut hestimmt ist.

D. Die ästhetischen Urteile .......2124

Allgemeine Gesichtspunkte hei ihrer Bildung. Das individuelle Momenturteil. Das relativ bestimmte, individuelle Urteil. Das ästhetische Urteil der anerkannt gebildeten Menschsn. Notwendig­keit eines besonderen Feldes der ästhetischen Ideale. Die Be­deutung der Unbestimmtheit der ästhetischen Urteile.

IL Teil: Die ästhetische Produktion.......2538

A. Der Trieb zur ästhetischen Produktion . . 2529 Mit den Reaktionen, die sich zum Schutz und Vorteil des menschlichen Individiums entwickelten, korrespondieren gewisse Emotionen, unter denen wir mit Recht auch eine erwarten sollten, die mit der instinktiven Tätigkeit verknüpft wäre, vorteilhafte Objekte an uns zu ziehen. Tatsächlich gibt es nun einen Trieb, objektive Bedingungen zu produzieren, die gefallen und anziehend wirken; dieser Trieb ist der Kunsttrieb, der also ein Rassentrieb ist und mit elementarer Gewalt wirken kann. Es wird von hier aus klar, dass die Lust und die Lustwirkung das Fundamentalste in der Aesthetik ist. Das Verhältnis von Kunst- und Spicltrieb.

B. Die Prinzipien der ästhetischen Produktion . 2037

1. Negative Prinzipien .........3032

Sie fordern die Ausschliessung alles dessen, was dauernd Un­lust erregt. Nach dem Schema der lust- und unlustvollen Er­regungen wird verlangt:

a) die Vermeidung der Unlust, die mit übermässig starker Tätig­keit entsteht,

b) die Vermeidung der Unlust, die durch Hemmung einer Tätig­keit entsteht.

Das letzte Prinzip ist von grösserer Bedeutung als das erste. Hierher gehört die Ausschliessung von allem, was schockierend wirkt. Gleichwohl können dierepressive pains" eines Schocks unter Umständen gestattet sein. 2. Positive Prinzipien .........3237

Es gehört hierher:

a) das Erzeugen lustvoller Erregungen auf Grund gehemmter Tätigkeiten, und (was wichtiger ist)

b) das Erzeugen lustvollcr Erregungen auf Grund der Tätigkeit eines durch längere Buhe gestärkten Organs. Damit steht in Ver­bindung das Prinzip des Kontrastes, die Erklärung der Wirkung des Witzes, des Komischen und der Lebhaftigkeit der Eindrücke ) ferner das Prinzip der Harmonie. Alle positiven Prinzipien lassen sich in dem einen der Erfüllung von Erwartungen zusammenfassen. Bei allen kommt es auf die Permanenz der ästhetischen Wirkung tu, die am besten gesichert ist, wenn die Reize so dirigiert werden,