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Die ästhetischen Hauptlehren von Rutgers Marshall / von Georg Laufersweiler
Entstehung
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Inhaltsübersicht.

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I. Teil: Der ästhetische Eindruck........124

A. Marshalls subj ektivistiseher Standpu nkt . . G9 Die Frage nach dem Charakteristischen des ästhetischen Ein­drucks ist in der Geschichto der Ästhetik auf verschiedene Weise beantwortet worden: Eine objektivistische Richtung sucht die Ur­sache der ästhetischen Wirkung in den Objekten (S. 67), eine subjektivistische betont die subjektive Auffassung unserer Um­gebung als wesentlich für den ästhetischen Eindruck (S. 79). Zu dieser Richtung gehört auch Rutgers Marshai], nach dem sich der ästhetische Genuss auf die Lust am Schönen gründet.

B. M arsh alls Theorie des Algedonischen. . . . 918 1. Die Klassifikation von Lust und Unlust.....915

Lust und Unlust sind keine Sinnesempfindungen (S. 1011) j sie sind keine Emotionen (S. 1113). Wenn beides nicht zutrifft, so sind 3 Hypothesen möglich (S. 1315):

a) Lust und Unlust sind die Basis für alles Psychische;

b) sie bilden eine besondere Klasse des Psychischen;

c) sie sind Qualitäten des Psychischen.

Zur letzten Ansicht bekennt sich Marshall, vgl. S. 9 und 13 ff sein Standpunkt und die Frage nach einer totalen Indifferenz der Eindrücke.

2. Die physiologischen Grundlagen für das Entstehen von Lust. Unlust (S. 1518). Alle lust- und unlustvollen Erregungen stehen in enger Beziehung zu einander und lassen sich von einheitlichen Gesichtspunkten aus erklären. Lust, Unlust und Indifferenz er­scheinen je nach dem Verhältnis von Reaktion und Reaktions­fähigkeit eines Organs (S. 1618).

C. Marshalls Kriterium zur Unterscheidung der ästhetischen Lustempfindung von der gewöhnlichen 1821

Frühere Versuche einer solchen Unterscheidung und die offen­bar engen Beziehungen zwischen dem Hedonischen und Ästhe­tischen weisen Marshall darauf hin, dass das Kennzeichen des Ästhetischen nicht in den ursprünglichen Eindrücken, sondern in der