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dann kam er als Direktor an die R. zu Wasselnheim(bis 1888), Herbst 1888 in gleicher Eigenschaft nach Markirch, Ostern 1898 als Oberrealschuldirektor an die O.-R. u. Gewerbeschule in Mühlhausen, Herbst 1902 an die O.-R. bei St. Johann in Strassburg, trat am 1. 10. 1911 in den Ruhestand, wurde durch Kaiserl. Erlass v. 9. 12. 1911 zum Geh. Regierungsrat ernannt, nachdem er schon vorher den Roten Adlerorden IV. und den Kronenorden III. Kl. erhalten hatte. W. lebt in Strassburg. Er veröffentlichte: Beiträge zur Geschichte Wasselnheims 2 Teile; Geschichte der Realschule zu Markirch; zahlreiche Aufsätze sprachlichen und geschichtlichen Inhalts. 38. Hess, Jacob 1870— 1884. geboren 11. 3. 1833 zu Oberursel, wurde im jJuli 1868 in F. von der israelitischen Gemeinde angestellt. Im Februar 1870 genehmigte die Grossherzogl Oberstudiendirektion, dass er den Religionsunterricht im Realschulgebäude erteile. Den versammel- ten Lehrern und Schülern wurde Hess am 28. 2. 1870 vor- gestellt. Von diesem Jahre an wurde der israelitische Religions- lehrer unter den(ausserordentlichen) Lehrern der Anstalt auf- gezählt, er erhielt auch eine»Remuneration-, während vorher die Unterrichtserteilung Privatsache der Kultusgemeinde war. (. Cahn.) Hess war isr. Religionslehrer und Kantor in Fried- berg bis 1884 und erteilte bis Ende Juli dieses Jahres den israelitischen Schülern den Religionsunterricht; er verliess dann F. und starb am 22. 1. 1906 in Frankfurt a. M. Sein Nach- folger war Ehrmann. 39. Billasch, Karl Ludwig 1870. geboren am 22. 4. 1841 in Fauerbach(Friedberg), Schulvikar in Sichenhausen 8. 1861 bis 18. 12. 1862, Schulgehilfe an der Stadtschule zu Offenbach v. 19. 12. 1862 bis Ende März 1864, dann bis 1. Mai 1872 beurlaubt(in dieser Zeit Hauslehrer in Arrenberg bei Elberfeld), leistete während eines Ferienaufent- haltes in seiner Heimat Aushilfe für den erkrankten Lehrer Wirth und entfaltete vom Juni bis Herbst 1870 eine erspriess- liche Tätigkeit. Er bestand die Definitorialprüfung im Herbst 1871, war dann wieder in Offenbach v. 1. 5. 1872 bis 19. 11. 1873, darauf provisorischer Lehrer an der Realschule daselbst vom 29. 11. 1873 bis 5. 3. 1874, definitiv seit 6. 3. 1874. Er trat mit Wirkung v. 14 8. 1890 auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen Dienste als Lehrer am Rg. und der R in den Ruhestand, starb am 11. 3. 1897 zu Bad-Nauheim, wo er die beiden letzten Jahre verlebt hatte; bestattet wurde er in Fauerbach. 40. Weyerhäuser, Heinrich 1870—1873.
geboren am 21. 1. 1847 zu Nieder-Saulheim, vorgebildet in der Volksschule seiner Heimat, in Privatinstituten zu Jugenheim und


