Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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Nieder-Ingelheim, besuchte er von 1863 an bis zur Reifeprüfung Herbst 1866 das Gymnasium zu Darmstadt, studierte in Giessen, bestand Ostern 1869 das Vorexamen in den philosophischen Fächern, der Mathematik und im Sanskrit, 1870 das Schluss- examen in der klassischen und germanischen Philologie und promovierte mit der Dissertation: Quaeritur, utrum Platonis Parmenides genuinus an subditicius sit. Seine erste Verwendung fand er als Hilfslehrer am Gymnasium zu Giessen nach dem Schlussexamen bis zum Herbst 1870, dann vikarierte er zwei Monate eine Stelle am Gymnasium zu Büdingen. Durch Dekret vom 29. 12. 1870 kam er als Nachfolger Benders an die Realschule zu Friedberg und trat seinen Dienst am 6. 1. 1871 an. Im Oktober 1873 ging er wieder nach Büdingen, wurde am 23. 2. 1874 definitiv angestellt, am 13. 11. 1882 an das Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt versetzt, desgl. am 31. 3. 1883 an das Gymnasium zu Bensheim. Er wurde am 26. 8. 1892 auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. 9. an in den Ruhestand versetzt und ist in Bensheim am 24. 10. 1910 gestorben. 41. Schäfer, Eriedrich 1872. Kandidat des höheren Lehramts, Sohn des damaligen Direktors der hiesigen Blindenanstalt, erteilte, da die Stelle Wirths nicht besetzt wurde, von den Herbstferien im Oktober 1872 bis zu den Weihnachtsferien wöchentlich sieben Stunden Französisch in den 3 oberen Klassen der Realschule und erhielt dafür eine Ver- gütung von 100 Gulden. Sch. war zuletzt Direktor der Städtischen Höheren Töchterschule und des Lehrerinnenseminars zu Altona; er starb daselbst am 26. 5. 1893. 42. Opel, Karl 18721895.

wurde am 5. 2. 1837 zu Staffel(Reg.-Bez. Wiesbaden) geboren, besuchte die Elementarschule sowie die Realschule zu Dietz, dann die Realschule zu Usingen und nahm nach Beendigung des dreijährigen Kursus eine Stelle an der Handels- und Ge- werbeschule des Dr. Schirn in Wiesbaden an. Nach 3 ½ jährigem Wirken übernahm er eine Hauslehrerstelle in Paris, hörte gleich- zeitig in 4 Wintersemestern Vorlesungen an der Sorbonne; in der Sommerzeit machte er mit der Familie Reisen in Deutsch- land, Frankreich und England. Nach 6 ½ jähriger Wirksamkeit wurde ihm von der nassauischen Regierung eine Lehrerstelle an der Realschule zu Hachenburg übertragen. Im Dezember 1866 bestand er zu Wiesbaden sein Staatsexamen für Mittel- und Realschulen. Im Frühjahr 1868 trat er eine Lehrerstelle an der Höheren Volksschule zu Herrstein(Birkenfeld) an. Nach 4 ¾ Jahren bewarb er sich um eine zur Besetzung im»Frank- furter Journal⸗ ausgeschriebene Stelle an der Realschule zu