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stadt bis zur Reifeprüfung im Herbst 1864; er studiert in Heidelberg und Giessen und besteht an letzterer Universität im Winter 68/69 das Examen für das höhere Schulfach vom philo- logischen Standpunkte aus. Am 16. 3. 1869 promovierte er mit der Dissertation»De praepositionum apud Hesiodum usu«. Seit 1. 6. 1869 war er als Hilfslehrer an der Realschule zu Friedberg tätig, am 29. 12. 1870 wurde er an das Gymnasium zu Büdingen versetzt, am 25. 1. 1871 dort auf Präsentation des Fürsten von Isenburg-Büdingen definitiv angestellt, am 3. 10. 1873 an das Gymnasium zu Darmstadt versetzt. Hier ist er am 10. 4. 1891 unerwartet infolge einer Herzlähmung verschieden. In Anerkennung seiner poetisch-musikalischen Bestrebungen bei einer Aufführung des»Philoktet» in Darmstadt und Athen, sowie einer Komposition zur»Antigone» wurde B., der auch eine »Geschichte der altgriechischen Literatur» verfasste, 1889 von dem König Georg I. von Griechenland zum Ritter des griechischen Erlöserordens ernannt.(Ueber die literarische und musikalische Tätigkeit Benders vergl. den Nachruf im Jahresbericht des Lud- wig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt 1892.) 36. Ritter, Karl 1870—1873. geboren am 16. 5. 1850 zu Hopfmannsfeld, trat, durch Privat- unterricht vorbereitet, zu Ostern 1866 in das Lebrerseminar zu Friedberg ein, das er nach 2 Jahren verliess. Pſingsten 1868 bis Ostern 1870 war er Erzieher in Mecklenburg, am 13. 6. 1870 trat er als provisorischer Lehrer der Vorklasse in der hiesigen Realschule ein, die er im Herbst 1873 verliess, um an ein Privat- institut zu Friedrichsdorf überzugehen. Hier blieb er bis 1879. Später widmete er sich ganz der Musik, bezog das Konser-— vatorium in Leipzig, bekleidete verschiedene Musiklehrerstellen und lebte dann in Frankenthal in der Pfalz, wo er gestorben ist. 37. Wirth, Philipp 1870— 1872.
geboren am 14. 10. 1841- zu Wallertheim, in der Volksschule und durch Privatunterricht vorgebildet, trat er 1859 in die Prima des Gymnasiums zu Darmstadt ein und bestand im Herbst 1860 die Reifeprüfung. Er studierte dann Theologie in Giessen und Utrecht, bestand 1864 die Fakultätsprüfung und nach Besuch des Predigerseminars zu Friedberg im Frühjahr 1866 die Definitorialprüfung. Von Mai 1866 bis Anfang 1869 war er als Lehrer in Ouchy bei Lausanne und in Russland tätig, von dieser Zeit bis Februar 1870 Pfarrvikar in Babenhausen. Durch Ver- fügung vom 31. 12. 1869 wurde er zum provisorischen Lehrer an der Realschule in Friedberg ernannt, diese Stelle trat er am 12. 2. 1870 an. Ostern 1872 ging er nach Elsass-Lothringen, wurde mit der Neugründung des Gymnasiums in Diedenhofen beauftragt, wo er als Leiter und Oberlehrer bis Herbst 1873 blieb,


