Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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heim 1863, St. Peter in Mainz 1866, Nieder-Roden 1867, Pfarr- verwalter Bürstadt 1867, Kaplan(Benefiziat) zu Ockstadt 22. 5. 1868 (von diesem Tage bis zur Uebernahme durch Pfarrer Gabel zu Friedberg, 2. 1. 1869, erteilte er an der R. zu F. den katholischen Religionsunterricht); Pfarrer zu Kempten 1870, Nieder-Mörlen 1888; daselbst 28. 12. 1902. 33. Gabel, Adam 1869-1874. geboren Sörgenloch 2. 5. 1830, Kaplan zu St. Ignaz in Mainz 1856, daselbst zu St. Peter 1858, nach Rom beurlaubt 1861, Kaplan am Dom zu Mainz 1862; Pfarrer in Rockenberg 1864, in Friedberg 2. 2. 1869 bis 12. 2. 1874. Er war der erste katholische Geistliche Friedbergs und erteilte nunmehr als solcher den Religionsunterricht an der Realschule, den vorher die Benefiziaten von Ockstadt gegeben hatten. G. kam 1874 nach Sulzheim; daselbst ist er am 1. 12. 1880 gestorben. 34. Winter, Eduard 1869 1873. geboren am 30. 8. 1845 zu Darmstadt, besuchte die beiden allgemeinen Lehrkurse der damaligen höheren Gewerbeschule seiner Vaterstadt und dann seit Herbst 1864 die Landesuniversität, um sich dem Studium der Architektur zu widmen, wandte sich aber bald mathematischen Studien zu. Im Jahr 1866 bestand er die Gymnasialreifeprüfung in Lateinisch, Griechisch und Religion und im Herbst 1868 die Prüfung für das Gymnasial- lehramt vom mathematischen Standpunkte aus. Von Herbst 1868 bis Pfingsten 1869 machte er seinen Akzess am Gymnasium zu Darmstadt, wurde durch Verfügung vom 3. 5. 1869 vom 1. 6. an zum»mathematischen Hilfslehrer der Realschule zu Friedberg' ernannt. An diesem Tage wurde er in seinen Dienst eingewiesen. Am 13. 12. 1869 wurde er definitiv angestellt, am 18. 1. 1870 auf dem Kreisamt verpflichtet, am 20. 1. 1870 durch Direktor Möller endgiltig eingewiesen. Am 13. 6. 1870 erteilte ihm der Grossherzog die Erlaubnis zum Tragen eines Vollbartes. Am 25. 10. 1873 wurde er an die Realschule zu Darmstadt versetzt und legte sein Amt in Friedberg am 6. 11. nieder. Nach einigen Jahren ging er an das Realgymnasium über, erhielt am 25. 11. 1892 den Charakter als Professor, wurde am 15. 9. 1894 an das Ludwig-Georgs-Gymnasium ver- setzt; am 25. 11. 1899 wurde ihm der Philippsorden verliehen. Auf sein Nachsuchen wurde W. unter Anerkennung seiner lang- jährigen treuen Dienste und unter Verleihung des Charakters als»Geheimer Schulrat, am 7. 9. m. W. v. 1. 10. 1912 in den Ruhestand versetzt. W. lebt jetzt in Darmstadt. 35. Bender, Ferdinand 18691870. geboren am 12. 10. 1847 zu Darmstadt, vorgebildet 1853 57 auf einer Privatanstalt, besucht er das Gymnasium seiner Vater-