Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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Anstalten lehrte er besonders Französisch und Englisch. Neujahr 1861 wurde er ordentlicher Lehrer am G. zu Giessen, am 27. 6. 1865 zum Direktor der R zu Friedberg befördert, wurde er am 14. 8. in sein Amt eingewiesen. Nach 23jähriger Tätig- keit wurde M. am 12. 3. 1888 auf sein Nachsuchen unter An- erkennung seiner langjährigen, treuen und erspriesslichen Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz IJ. Kl. des Philippsordens, das er bereits am 12. 9. 1882 erhalten hatte, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit m. W. v. 1. 4. in den Ruhestand versetzt; schon am 4. 10. 1888 starb er an den Folgen einer Herzkrankheit, die ihn auch veranlasst hatte, um seine Pensionierung nachzusuchen. Die literarische Tätigkeit Möllers war gross und vielseitig. Neben Rezensionen in wissen- schaftlichen Zeitungen und kleineren Abhandlungen in der Tages- presse veröffentlichte er u. a. folgende Arbeiten: Ueber deutsche Rechtschreibung(Herrigs Archiv 1853, XIV); Verzeichnis der wildwachsenden Pflanzen der Umgegend von Nidda(1854); Ein pädagogischer Beitrag zur Methodik des Unterrichts in der franz. Sprache(Oppenheim 1856); Geschichte des A-B-C(Bieden- kopt 1859); Chemie der Sprache(das. 1861); Kurze hoch- deutsche Sprachlehre(Giessen 1863/4); Konsonantenwechsel im Germanischen(das. 1864); Das Veilchen im Frühlingsmythus u. s. Bedeutung(Friedberg 1866); Formenlehre der griech. u. lat. Sprache(Friedberg 1868); Rede bei der Einweihung des neuen Schulhauses 20. 8. 1869(Friedberg 1870). 31. Tresser, Ludwig 1865- 1866. geboren am 4. 5. 1843 zu Schlitz, durch die Volksschule und Privatunterricht des Pfarrers Euler vorbereitet, kam er 1857 auf das Gymnasium zu Darmstadt, bestand die Reifeprüfung im Herbst 1860, studierte in Giessen Theologie, besuchte das Predigerseminar und bestand im Februar 1865 die Definitorial- prüfung. Von Februar bis Oktober dieses Jahres verweilte er zu seiner weiteren Ausbildung in Berlin, trat dann in Friedberg an der R. durch Verfügung vom 28. 9. 1865 zur Vertretung für den erkrankten Lehrer Hanstein am 9. 10. ein und erteilte auch nach dessen Gesundung noch einige Stunden bis Ostern 1866. Von hier kam er als Pfarrverwalter nach Obernburg, blieb auch in dieser Stelle, als das sog. Hinterland preussisch geworden war. Am 31. 8. 1868 wurde er provisorischer Lehrer an der R. zu Darmstadt, wurde am 13. 7. 1869 definitiv, starb aber schon am 10. 5. 1875. Eine Skizze seines Lebens und Denkens hat L. Weis im Jahresbericht der Realschule zu Darmstadt 1875 verõffentlicht. 32. Jennewein, Thomas 1868 1869. geboren Abenheim 20. 1. 1836, Kaplan Ockenheim 1860, Mühl-