— 13
28. Hanstein, Karl 1865—1870. geboren am 30. 6. 1837 in Giessen, besuchte hier das Gym- nasium, seit 1855 studierte er auf der Landesuniversität Theologie, bestand 1859 das Fakultätsexamen und nach Besuch des Prediger- seminars zu Friedberg im Herbst 1860 das Schlussexamen. Von Januar bis September 1861 wirkte er als Lehrer der alten und neuen Sprachen an der Privatschule zu Gross-Gerau, von Oktober 1861 bis 1. 2. 1863 war er Vikar in Biedenkopf, zu- gleich unterrichtete er an der dortigen Realschule und den beiden Mädchenschulen. Die nächsten beiden Jahre war er Vikar zu Wendelsheim bis zum Januar 1865. Als provisorischer Reallehrer trat er als Nachfolger Egers am 16. 1. 1865 seine Stelle an der R. zu Friedberg an. Seine Tätigkeit musste er durch schwere Krankheit vom juli 1865 bis Ostern 1866 unter- brechen, wobei ihn von Herbst 1865 an Tresser vertrat. Am 14. 11. 1868 wurde H. definitiv angestellt, legte aber sein Amt am 8. 1. 1870 nieder, nachdem er durch Dekret vom 11. 12. 1869 als Pfarrer nach Rumpenheim versetzt worden war. Hier ist er am 23. 2. 1872 gestorben.. 29. Itzel, Peter 1865— 1868. geboren Heubach 10. 8. 1833, Kaplan Nieder-Olm 1857, Bür- stadt 1858, Hofheim 1859, Gross-Steinheim 1861, Gau-Algesheim 1863, Kaplan(Benefiziat) zu Ockstadt 26. 1. 1865 bis 7. 5. 1868 (in dieser Zeit kathol. Religionslehrer an der R. zu Friedberg); Pfarrer zu Bürstadt 1868; daselbst † 24. 5. 1882. 30. Möller, Friedrich 1865- 1888.
geboren am 24. 6. 1826 zu Wörrstadt, empfing den ersten Unter- richt in Nidda, dann in einer Privatschule in Darmstadt und besuchte nachher das Institut des Pfarrers Manchot zu Nidda. Mit 15 Jahren kam er auf das Gymnasium zu Darmstadt, Herbst 1844 bezog er die Landesuniversität und widmete sich dem Studium der orientalischen Sprachen; von Herbst 1846— 1847 studierte er in Heidelberg und kehrte dann nach Giessen zurück; auf beiden Hochschulen war er Mitglied der philologischen Seminare. Er bestand die Prüfung für Kandidaten des Gym- nasiallehramts Ende April 1849 und erhielt sein Doktordiplom am 4. 5. des gleichen Jahres. Sein Probejahr legte er 1849/50 am G. zu Giessen ab. 1851 war er Lehrer des Französischen und Englischen an einem Privatinstitute zu Gelnhausen, von Herbst 1851 bis Frühjahr 1853 Erzieher auf dem adligen Gute Basthorst in Lauenburg, von Frühjahr bis Herbst 1854 Lehrer der klassischen Sprachen an einem Privatinstitute zu Jugenheim (Rheinhessen). Am 20. 10. 1854 wurde er provisorischer Lehrer an der H. B. zu Oppenheim, am 25. 10. 1858 wurde er definitiv als 1. Lehrer und Dirigent der R. zu Biedenkopf. An beiden


