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fand er am 25. 4. 1864 an der Stadtknabenschule in Darmstadt. Durch Dekret vom 13. 6. 1864 wurde er als Vikar an die Real- schule zu Friedberg geschickt, wo Direktor Steinberger am 14. 6. 1864 ausgeschieden war. Frohnhäuser blieb in Friedberg, da der nach Steinberger zum Direktor am 20. 10. 1864 ernannte Reallehrer Albert aus Mainz seine Stelle nicht antrat und der neuernannte Direktor Möller den Dienst erst am 14. 8. 1865 begann. F. war 1865 Pfarrverwalter in Steinfurth und Rossdorf, 1866 in Wimpfen, 1868 in Arheilgen, 1869 Verwalter in Lam- pertheim, 1870 Pfarrer daselbst, 1887 Pfarrer in Mainz, 1898 Kirchenrat, 1903 Geh. Kirchenrat und ist am 29. 6. 1912 da- selbst gestorben. Er besass die Würde eines D. theol. hon. causa und mehrere Ordensauszeichnungen.
26. Albert, Ferdinand(1864—1865).
Am 20. 10. 1864 wurde dem Lehrer an der Realschule zu Mainz Ferdinand Albert die Stelle eines Direktors der Realschule zu Friedberg übertragen, er trat dieses Amt aber nicht an und wurde am 15. 4. 1865 seinem Nachsuchen gemäss auf seine frühere Dienststelle zurückversetzt. A. erhielt am 15. 12. 1876 den Charakter als Professor, wurde am 13. 3. 1880 m. W. vom 1. 4. Direktor der Realschule zu Darmstadt, am 4. 4. 1883 Direktor der R. zu Mainz, trat am 12. 12. 1883 auf sein Nach- suchen in den Ruhestand, erhielt am 3. 5. 1884 den Philipps- orden und starb in Darmstadt am 23. 1. 1896.
27. Weinel, Heinrich 1864—1865, 1874—1877.
geboren am 16. 11. 1840 zu Diebach am Haag, in der Volks- schule und durch Privatunterricht vorbereitet, besuchte das Lehrerseminar zu Friedberg von 1858-1860, am 1. 10. 1860 wurde er zum provisorischen Hilfslehrer an dieser Anstalt er- nannt, bestand im Oktober 1863 die Definitorialprüfung und erhielt im November 1864 die provisorische Verwaltung einer Stelle an der hiesigen Musterschule. Vom 4. 11. 1864 bis Anfang April 1865 versah er die Stelle eines Schreiblehrers an der Realschule als Nachfolger Weitenbachs, die dann von Lang übernommen wurde. 1869 wurde W. an der Musterschule definitiv angestellt. Nebenbei erteilte er Unterricht in der Handwerker- schule und der Ackerbauschule, seit 10. 4. 1874 auch am Schul- lehrerseminar. Seit 12. 1874 gab er Rechenunterricht als ausser- ordentlicher Lehrer an der Realschule, wurde am 25. 9. 1876 zum Lehrer der Realschule ernannt und mit der Verwaltung der 8. Klasse betraut. Schon zu Ostern 1877 wurde er an das hiesige Lehrerseminar versetzt und mit Wirkung vom 1. 10. 1880 definitiv angestellt, am 15. 4. 1881 an das Lehrerseminar zu Alzey versetzt, wo er am 27. 9. 1892 gestorben ist.


