Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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examen, besuchte sodann bis 1839 das Predigerseminar zu Fried- berg, beteiligte sich auch an der Leitung eines Privatinstitutes, bis er nach der Definitorialprüfung am 26. 5. 1841 provisorischer Lehrer an der Realschule zu Michelstadt wurde. Die definitive Anstellung erfolgte am 23. 8. 1842, am 22. 12. 1843 wurde er zum Direktor der gleichen Anstalt befördert. Die langjährige Tätigkeit in Michelstadt gab ihm Gelegenheit, sich nach den verschiedensten Seiten hin zu betätigen: 1844 errichtete er ein Mädcheninstitut, 1845 eine Vorbereitungsschule für die Real- schule, 1853 eine mit dieser verbundene Ackerbauschule. Ueber diese 3 Anstalten, wie über eine Handwerkszeichenschule, die auch mit der Realschule in Verbindung stand, führte er die Oberaufsicht, erteilte auch an zweien fortwährend Unterricht. Daneben ging eine vielseitige gemeinnützige Tätigkeit. Nicht leicht wurde ihm der Abschied von Michelstadt, der Stadt, die ihm zum Dank beim Abschied das Ehrenbürgerrecht verlieh. Am 1. 2. 1861 wurde er zum Direktor der Realschule von Friedberg ernannt und am 7. 5. durch den Regierungsrat Trapp, den Präsidenten der Lokalschulkommission, in seinen Dienst eingeführt. Am 19. 5. 1864 wurde er zum Direktor des Schul- lehrerseminars zu Friedberg ernannt, am 14. 6. schied er aus seinem seitherigen Dienstverhältnis. Sein Nachfolger sollte der am 20. 10. 1864 ernannte Reallehrer Ferdinand Albert aus Mainz werden. Steinberger wurde am 19. 4. 1873 zum Direktor der Realschule zu Alzey ernannt, wo er am 22. 12. 1879 gestorben ist. 24. Weber, Jjoh annes 1864 1865. geboren Dieburg 13. 3. 1833, Kaplan Weiskirchen 1856, Lorsch 1858, Kaplan(Benefiziat) zu Ockstadt 7. 1. 1864 bis 4. 9. 1865 (in dieser Zeit erteilte er den Schülern der R. zu Friedberg den katholischen Religionsunterricht, und zwar mit Beginn des Winterhalbjahres 1864 den Realschülern gesondert von den Stadtschülern. Seither waren die Schüler beider Anstalten ge- meinschaftlich unterrichtet worden, es ergaben sich aber Miss- stände, da die Religionsstunden mehrfach mit anderen Stunden zusammenfielen, und es erfolgte die Trennung. Die Zahl der kath. Realschüler betrug 1864 11); Pfarrer zu Wattenheim 1865, Gundersheim 1874; daselbst 5. 6. 1892. 25. Frohnhäuser, Ludwig 1864 1865.

geboren 21. 12. 1840 zu Butzbach, besuchte die Volksschule zu Darmstadt und Zwingenberg, dann die Gymnasien zu Darmstadt and Bensheim, wo er im Herbst 1859 die Reifeprüfung bestand. Er studierte in Giessen Theologie, besuchte 1 Jahr lang(1862 bis 1863) das Predigerseminar zu Friedberg und bestand die Definitorialprüfung Ostern 1864. In dieser Zeit war er Haus- lehrer in Darmstadt. Seine erste Verwendung im Schuldienste