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war er stellvertretender Direktor. In der Beigabe zum jahres- bericht 1865 schrieb er»Ueber Schulspaziergänge». Nachdem er 30 Jahre an der Schule gewirkt hatte, trat er am 1. 9. 1888 unter Verleihung des Titels Professor in den Ruhestand und starb am 14. 3. 1907 zu Nieder-Ohmen. Sein Nachfolger war Nagel.
18. Volk, Jakob 1859—1874. geboren 25. 8. 1809 zu Reichelsheim, bestand 1837 die Prüfung im Seminar zu Friedberg, wirkte dann in Beerfelden, war seit 1. 12. 1839 in Friedberg an der Musterschule, wurde hier 1843 definitiv, trat Mitte März 1859 als Zeichenlehrer in das Kollegium der R. ein und unterrichtete in diesem Fache bis Herbst 1870, ferner darstellende Geometrie im Schuljahr 1859/60 und wieder seit Herbst 1870 bis Herbst 1874, wo er aus Gesundheitsrück- sichten den Unterricht an der Realschule aufgab. Er trat am 2. 3. 1879 unter Verleihung des silbernen Kreuzes des Philipps- ordens auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesundheit in den Ruhestand und ist am 16. 6. 1885 gestorben.—
19. Kempf, Joseph 1859—1864. geboren Gernsheim 20. 1. 1830, Kaplan Finthen 1853, Seligen- stadt 1855, Kaplan zu Ockstadt 17. 8. 1859 bis 23. 1. 1864 (erteilte in dieser Zeit den kathol. Religionsunterricht an die Schüler der R. zu Friedberg); Pfarrer zu Kostheim 1864, Nieder- Saulheim 1887; daselbst † 10. 8. 1900.
20. Eger, Gustav 1860— 1864 ist geboren zu Grünberg am 20. 4. 1827, bestand die Reife- prüfung in Giessen, studierte daselbst und legte die theologische Fakultätsprüfung im Frühjahr 1851 ab und besuchte dann ein halbes Jahr das Predigerseminar zu Friedberg. Vom Herbst 1851 bis Frühjahr 1857 war er Hauslehrer in Paris, von da an Vorsteher eines Mädcheninstitutes in Friedberg. Im Frühjahr 1860 unterzog er sich der Prüfung für die Reallehramtskandidaten und machte dann(auf Grund einer Verfügung vom 30. 4. 1860) von Ostern 1860 bis dahin 1861 als»Institutsvorsteher und cand. theol.“ seinen Akzess an der Realschule. Am 17. 10. 1861 genehmigte die Behörde, dass der»Reallehramtskandidat, Eger als Hilfslehrer für die neueren Sprachen verwendet wurde; er beendigte zugleich während des Sommerhalbjahres 1863 seinen Jahreskursus an dem Predigerseminar. Am 6. 6. 1864 wurde er zum provisorischen Lehrer bestellt, aber schon am 14. 11. 1864 als Lehrer der französischen und englischen Sprache der tech- nischen Schule zu Darmstadt(1869 Polytechnikum, 1874 Tech- nische Hochschule) zugewendet; hier erfolgte seine definitive Anstellung am 15. 1. 1866. Am 24. 10. 1871 zum Professor ernannt, ist er am 16. 4. 1894 zu Darmstadt gestorben.


