Reallehrer zu Friedberg ernannt. Er unterrichtete in den 5 Sprachen, Geschichte, Geographie und Zoologie. Am 4. 10. 1860 wurde er auf sein Nachsuchen von seiner Stelle enthoben, um eine Erzieherstelle bei einer deutschen Familie in Petersburg zu übernehmen. Ueber seine weiteren Schicksale konnten wir nichts erfahren. Sein Nachfolger in F. war E. Glaser.
15. Lang, Hermann 1857— 1888. geboren am 26. 7. 1833 zu Fauerbach(Kreis Nidda), vorbereitet in den Schulen seines Geburtsortes und in Diebach a. H., in einer Privatschule in Nidda, durch Privatunterricht und in der Präparandenanstalt in Rodheim v. d. H., kam er Ostern 1850 in das Friedberger Lehrerseminar, bestand Ostern 1852 das Abgangsexamen, erhielt das Vikariat der Schule zu Köddingen und im Herbste 1852 eine Hilfslehrerstelle am hiesigen Lehrer- seminar, die er nach Ablegung der Definitorialprüfung(1854) noch bis 1860 verwaltete. Im Oktober 1860 wurde ihm ein Vikariat an der hiesigen Musterschule und im Februar 1865 an der gleichen Anstalt eine Lehrerstelle deſinitiv übertragen. Am 12. 11. 1857 wurde er provisorisch als Hilfslehrer zum Turn- lehrer der Realschule im Nebenamt ernannt. Seit Ostern 1862 unterrichtete er auch im Lesen, seit 1863 im Kopfrechnen, seit 1864 Schreiben und Zeichnen. Im Jahresbericht von 1866—1869 wird er»Schreib- und Turnlehrer, genannt. Am 29. 4. 1869 wird er zum provisorischen Lehrer der Anstalt bestellt, die definitive Anstellung erfolgte am 29. 10. 1870. Vom Herbst 1886 an musste er wegen geschwächter Gesundheit beurlaubt werden, am 1. 4 1888 trat er in den Ruhestand. Am 18. 11. 1894 geleiteten die Lehrer der Anstalt den früheren Amtsgenossen zur letzten Ruhestätte.
16. Bock, Joseph 1858—1859. geboren Mainz 2. 8. 1827, Kaplan Finthen 1850, Klein-Krotzen- burg 1851, Kastel 1852, Pfarrverwalter Ober-Hilbersheim 1854, Kaplan zu Ockstadt 8. 4. 1858 bis 17. 8. 1859(in dieser Zeit unterrichtete er die katholischen Schüler der Realschule zu F. in der Religion); Pfarrer zu Ober-Ingelheim 1859, Wattenheim 1862; daselbst † 20. 1. 1865.
17. Klein, Ernst 1858—1888.
geboren am 1. 12. 1823 zu Worms, erhielt seine Schulbildung an den dortigen Anstalten, studierte von Herbst 1843— 1846 in Giessen Kameralwissenschaft, worin er auch seine Prüfung ab- legte. Im Mai 1847 wurde er provisorischer, am 8. 11. 1852 definitiver Lehrer am Gymnasium zu Worms. Am 25. 10. 1858 wurde er als Nachfolger L. Glasers an die Realschule in Fried- berg versetzt, wo er seinen Dienst am 1. 12. antrat. Vom 25. 10. 1860 bis zum Schlusse des Schuljahres im Mai 1861


