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und war dann 1 Jahr am Institut von Lucius in Jugenheim(Rhein- hessen) tätig. Am 19. 1. 1856 wurde ihm als Nachfolger Müllers eine Lehrerstelle an der Realschule zu Friedberg pro- visorisch übertragen; er trat seine Stelle am 1. 2. an, verliess aber bereits am 30. 6. 1856 die Anstalt wieder, um an der Realschule und Höheren Töchterschule zu Biedenkopf verwendet zu werden. Nach einigen Jahren dieses Provisoriums kam er an die Höhere Bürgerschule in Oppenheim bis 1861. In diesem Jahre erfolgte die definitive Anstellung als 1. Lehrer und Dirigent an der eben genannten Anstalt in Biedenkopf. Am 25. 3. 1865 wurde W. zum Lehrer am Gymnasium zu Worms ernannt und trat seinen Dienst am 24. 5. an. Mit Wirkung vom 7. 10. 1877 wurde er am 10. 9. bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt Er lebt jetzt seit 1888 zu Giessen. W.'s Nachfolger in F. war L. Glaser. 13. Glaser, Ludwig 1856- 1858. geboren am 9. 2. 1818 zu Grünberg, bezog Ostern 1835 das Schullehrerseminar, 1838 die Universität Giessen und machte von Herbst 1839 an seinen Akzess an der Realschule zu Darm- stadt. 1842 übernahm er die Leitung eines Privatinstitutes zu Biedenkopf, promovierte Ende 1842— am 30. 12. 1892 wurde zum 50 jährigen Doktorjubiläum das Diplom erneuert— und erhielt bei der 1846 errichteten Stadtschule zu Biedenkopf provisorisch die erste Lehrerstelle. Am 23. 8. 1848 wurde ihm diese definitiv übertragen, 1851 auch die Leitung der Anstalt. Durch Dekret vom 14. 5. 1856 übernahm er, als Nachfolger Willenbüchers, die erste Lehrerstelle an der Realschule zu Fried- berg, in die er am 1. 7. eingewiesen wurde. Er unterrichtete Deutsch, Französisch, Englisch, Griechisch, Zoologie, Geographie und Geschichte bis zu seiner Versetzung an das Gymnasium zu Worms am 25. 10. 1858. Den Charakter als Professor erhielt er am 25. 8. 1872. Am 16. 1. 1874 wurde er zum ersten Lehrer und Direktor an der Realschule zu Bingen ernannt, trat mit Wirkung vom 15. 4. 1879 unter Anerkennung seiner lang- jährigen, treuen Dienste in den Ruhestand und ist am 20. 1. 1898 zu Mannheim gestorben. Er hat zahlreiche Aufsätze in mannig- fachen Zeitschriften und eine Reihe grösserer Werke, zumeist auf dem Gebiete der beschreibenden Naturwissenschaft, ver- öffentlicht. 14. Voigt, Karl 1857—1860.
geboren 4. 3. 1835 zu Darmstadt, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt bis 1852, studierte sodann von Herbst 1852 bis Ostern 1856 in Giessen und Bonn, wo er geprüft wurde und promovierte. Seinen Akzess machte er 1857 in Giessen. Am 7. 10. 1857 wurde er als Nachfolger Olffs zum provisorischen


