Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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5. Simon, Carl Franz 1850 1851. geboren 3. 3. 1816 zu Oberwesel, Priester seit 1841, Kaplan in Seligenstadt, vom Mai 1846 bis September 1851 Benefiziat in Ockstadt. In dieser Stelle unterrichtete Simon wie seine Nach- folger(bis zur Gründung einer katholischen Pfarrei in Fried- berg 1869) die katholischen Schüler an der Realschule(1852 9 Schüler) gemeinschaftlich mit denen der Stadtschule in einem Zimmer des städtischen Schulhauses.(Eine Trennung der Real- und Stadtschüler fand erst 1864 statt.) Von Ockstadt wurde Simon als Pfarrverwalter nach Gundersheim versetzt, dort ist er als Pfarrer am 24. 5. 1874 gestorben. 6. Cahn, Nathan 1850 1865.

geboren 1810 in Schwarza(S.-Mein.), wurde in F. 1836 angestellt und starb daselbst am 15. 8. 1865. Im ersten jJahresbericht der Anstalt(1854) findet sich die Bemerkung, dass C. die israelitischen Schüler privatim unterrichtete. Es waren 16. Sicher fand dieser Unterricht, der»auf einem Privatvertrage be- ruhte»(ahresbericht 1855), schon von 1850, dem Gründungs- jahre der Schule, an statt. 1860 finden wir die Bemerkung, dass dieser Unterricht täglich, mit Ausnahme des Samstags, stattfand und in der israelitischen Religionsschule erteilt wurde. Cahns Nachfolger war Hess.

7. Voss, Joh. Jakob 1851-1855. geboren Bensheim 23. 9. 1824, Kaplan zu Seligenstadt 1849, Gau-Algesheim 1851, Benefiziat zu Ockstadt 19. 9. 1851 bis 31. 3. 1855 erteilte in dieser Zeit an die katholischen Schüler der Realschule gemeinschaftlich mit denen der Stadtschule den Religionsunterricht Pfarrverwalter zu St. Emmeran in Mainz 1855, Kaplan Darmstadt 1855, Pfarrer zu Alzey 1861; daselbst 7. 4. 1865.

8. Störger, August 1853 1874. geboren am 23. 2. 1816 zu Gross-Umstadt, bestand auf dem Seminar zu Friedberg 1836 die Prüfung, wurde zuerst 1837 Vikar in Nieder-Hilbersheim und kam 1838 an die Musterschule zu Friedberg, wo er 1843 definitiv wurde. Vom 1. 8. 1853 ab übernahm er den Gesangsunterricht an der Realschule, den er dann ununterbrochen als ausserordentlicher Lehrer bis zum Be- ginn des Schuljahres 1874/75 erteilte. Seit 1. 6. 1869 hatte er auch einige Stunden Deutsch übernommen. Am 9. 6. 1871 er- hielt er das»Allgemeine Ehrenzeichen, mit der Inschrift»Für Verdienste» und starb am 5. 12. 1874 zu Friedberg.

9. Schmid, Eduard 18541886. geboren am 18. 2. 1817 zu Worms, geht Ostern 1840 als Schul- amtskandidat vom Lehrerseminar zu Friedberg ab, wird bis Ostern 1843 Vikar der oberen Stadtschule zu Worms, besteht