Aufsatz 
Die Lehrer der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg 1850-1912 / von Theodor Ritsert
Entstehung
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Konrektorat, trat mit ihm am 3. 10. 1850 an die neue Real- schule als erster Lehrer über. Er unterrichtete: Religion, Deutsch, Griechisch, Französisch, Englisch, Geschichte und Geographie. Die definitive Anstellung erfolgte durch Dekret vom 28. 4. 1852. Am 1. 2. 1856 übernahm er eine Pfarrstelle zu Assenheim, wurde 1865 Pfarrer in Worms, 1889 Dekan, 1893 bei seinem 50jährigen Dienstjubiläum Kirchenrat, trat am 5. 6. 1895 in den Ruhestand und starb in Worms am 6. 4. 1908.

3. Olff, Hektor 1850 1857.

geboren zu Darmstadt am 2. 4. 1824, besuchte ein Privatinstitut, das Gymnasium und dann die Gewerbeschule daselbst und machte sein Staatsexamen als Reallehramtskandidat im April 1846. Am 7. Juni 1843 wurde er provisorisch an der Real- schule zu Michelstadt verwendet und ihm am 3. 10. 1850 die Stelle des zweiten Lehrers an der Realschule zu Friedberg über- tragen; die definitive Anstellung erfolgte am 28. 4. 1852. Er unterrichtete bis 1857 Mathematik, Physik, Naturgeschichte, Zeichnen und Turnen. Am 13. 8. 1857 wurde ihm die provi- sorische Verwaltung des Inspektorates der Gemeindeschulen zu Worms und der bisher mit demselben verbundenen 13. Morgen- schule übertragen. Nach 10 Jahren, am 7. 10. 1868, wurde er an das Gymnasium zu Worms versetzt und am 11. 9. 1874 zum Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Offenbach ernannt; am 27. 10. 1880 ging er in gleicher Eigenschaft nach Schotten, trat mit Wirkung vom 1. 6. 1886 auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treugeleisteten Dienste in den Ruhestand und starb in Auerbach am 17. 12. 1902.

4. Göring, Julius 1850 1854.

geboren 5. 11. 1824 zu Ortenberg, Schüler des Gymnasiums zu Büdingen, studierte von Herbst 1842 1845 Theologie auf der Hochschule zu Giessen, besuchte das Predigerseminar zu Fried- berg bis 1846 und bestand sein Staatsexamen 1847. Zuerst wurde er Hauslehrer in Babenhausen, Frankfurt und Bern, bis er am 1. 1. 1849 als Lehrer an die Musterschule nach Friedberg kam, im Herbst 1850 trat er zur neu errichteten Realschule über und wurde am 28. 4. 1852 als dritter Lehrer definitiv angestellt. Er unterrichtete Religion, Deutsch, Lateinisch und Griechisch, Zoologie, Geographie und Geschichte sowie Turnen. Am 25. 2. 1854 wurde er als Stadtpfarrer nach Mainz versetzt, wurde am 25. 6. 1864 zum Stadtpfarrer, Oberkonsistorial- und Ober- studienrat in Darmstadt ernannt, trat in den beiden letzt- genannten Eigenschaften am 3. 8. 1874 in den Ruhestand und starb in Darmstadt am 25. 9. 1874. Görings Nachtfolger in F. war Schmid.