Aufsatz 
Festschrift des Gymnasiums Dillenburg zur Einweihung des Neubaues am 21. November 1957 /
(Zusammenstellung: W. Bauer, H. Menzel)
Entstehung
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Der Verwaltungstrakt:

Hier sind untergebracht: Das Lehrerzimmer, die Lehrerarbeitsräume und die Lehrerbibliothek im Erdgeschoß, außerdem das Elternsprechzimmer, das Kranken- zimmer und die Toiletten. Im Obergeschoß befinden sich die Zimmer des Oberstu diendirektors und der Oberstudienräte, das Geschäftszimmer, die Schülerbibliothek, die Schülermitverwaltung und der Leseraum, die Arbeitsbücherei, das Zimmer für Studienreferendare und ein Aktenraum.

Der Fachklassenraum:

Das Kellergeschoß enthält neben Heiz-, Dumpen- und Koksraum Werkräume für den Heizer und den Hausmeister, eine Dunkelkammer, die Fahrradhalle und die Lehrküche. Im Erdgeschoß sind untergebracht: Handarbeitsraum, Film- und Funk-. Sammlungsräume für Biologie. Im 1. Obergeschoß sind die Lehr-, Sammlungs- und Ubungsräume für Physik und Chemie gelegen. Das 2. Obergeschoß enthält Zeichen- saal mit Vorbereitungsraum, Werkraum, Maschinenraum sowie zwei Räume für Musikerziehung. Im 3. Obergeschoß befindet sich ein Raum für das Archiv. Auf den beiden oberen Fluren wurde durch abmontierbare Kojenwände eine Möglichkeit zur Veranstaltung von Ausstellungen geschaffen.

In zentraler Lage zwischen Normalklassen- und Fachklassentrakt sind, von der Dausenhalle zugängig, die Toiletten angeordnet.

Durchführung der Arbeiten:

Die Entwurfsbearbeitung und Oberleitung der Durchführung oblag dem Kreis- bauamt Dillenburg unter Kreisoberbaurat Franke und seinen Mitarbeitern Kreisbau- meister Fey, Ingenieur Michel und Ingenieur Wengenroth. Die örtliche Bauleitung hatte Regierungsbaumeister Dipl.-Ing. Heiß. Die Ausarbeitung und Uberwachung der Elektro-Anlagen besorgte Dipl.-Ing. Kunstmüller, Launsbach bei Gießen, Entwurf und UÜberwachung der Hof- und Gartenanlagen Gartenarchitekt BDGA Bberhard Schwarz, Gießen.

Der Bau wurde am 8. Oktober 1955 begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 17. November 1055, gerichtet wurde am 26. Juli 1956.

Konstruktive technische Einzelheiten:

Die Gebäude sind aus Stahlbetonskelettbauten ausgeführt, die Fundamente, die Giebel und Tragwände in Ziegelsteinmauerwerk. Das gesamte Mauerwerk hat nach außen eine Klinkerverblendung erhalten in gelben Klinkern der Ströherwerke. Die Decken wurden über den obersten Geschossen und den Fluren sowie über der Bin- gangs- und Pausenhalle als Stahlbeton-Massivdecken ausgeführt, in den Zwischen- geschossen teils als Remydecken, teils als Reehdecken.

Konstruktion der Wanne:

Die Wanne hat auf einer 30 cm starken Stahlbetonplatte 50 bzw. 36,5 cm Starke Außenwände aus Stahlbeton. Darum legt sich die Isolierung, bestehend aus einer Lage Tektolit mit Juteeinlage und zwei Lagen Pappe mit sieben heißen Bitumen- klebemassen-Unter-, Zwischen- und Uberanstrichen. Die Isolierung wurde nach außen durch eine 12 cm starke Ziegelmauer und nach innen durch eine Ziegelflachschicht geschützt. Die Entwässerung des Heizkellers erfolgt durch einen Pumpensumpf.

Heizung:

Die Kesselanlage hat zwei OMEGA-Kessel mit max. 110⁰ C Vorlauftemperatur und einer Wärmeleistung von 0,8 miocal/h. Der Betriebsdruck beträgt max. 4 atü, die Kesselheizfläche 65 qm. Die Kessel haben automatische Koksfeuerung mit wasser- gekühltem Sattelrost, automatischer Leistungsregelung und ebensolcher Entschlackung,

Dr. Thoms Kreisbeigeordneter

Paul Kreisbeigeordneter

Peter Kreisbeigeordneter

Franke Oberbaurat