Aufsatz 
Festschrift des Gymnasiums Dillenburg zur Einweihung des Neubaues am 21. November 1957 /
(Zusammenstellung: W. Bauer, H. Menzel)
Entstehung
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Fey Kreisbaumeister

Dipl.-Ing. Heiß Regierungsbaumeister a. D. Stadtbaumeister a. D.

Michel Bauingenieur

Wengeroth Bauingenieur

ferner eine Dreßluft-Rußbläseranlage sowie eine Bekohlungsanlage, bestehend aus Elektrozug, Blektrofahrwerk, Kokskübel mit Bodenentleerung und gummibereiftem Fahrgestell. Die Heizung ist als Niederdruck-Warmwasserheizung ausgeführt. Sie wird mit drei elektrisch betriebenen Dumpen im Gang gehalten. Sie hat eine untere Verteilung. Die Heizkörperfläche beträgt ca. 1 700 qm. mit ca. 6 500 Ifdm. Rohr- leitungen. Die Warmwasserbereitung erfolgt im Sommer durch einen gasbeheizten Beuler, der im Winter in den Wasserumlauf eingeschaltet wird. Die Schlackenent- fernung erfolgt mittels eines elektrisch betriebenen Schlackenaufzugs in einem vor dem Gebäude unterirdisch aufgestellten Schlackenwagen, der abgefahren werden kann. Thermostate für die im Heizraum abzulesenden Raumtemperaturen sind in den einzelnen Trakten angebracht. Bei der PDlanung der Heizung und Beaufsichtigung der Ausführung wirkte die Ruhrkohlenberatungsstelle Hagen in bedankenswerter Weise mit.

Dachdeckung:

Die Konstruktion der flachen Dächer wurde in Zusammenarbeit mit der VBDAO, Frankfurt /M., entwickelt. Die 10 cm starken Dachplatten auf Stahlbeton mußten gegen Abkühlung und Hitze ganz besonders gut isoliert werden. Dies geschah durch Belag mit einer 20 cm starken Korkplatte auf Dachpappenunterlage. Auf eine weitere Dachpapplage kam hierauf ein 5 cm starker Schutzstrich in Beton, der die Dach- dichtung aufnahm. Eine weitere Wärmeisolierung erfolgte auf der Unterseite der Dachplatte durch auf Holzroste montierte Schallschluckplatten. Die Dachdichtung erfolgt durch eine dreifache mit standfester Heißbitumenklebemasse jeweils zweiseitig verklebte Papplage, deren unterste aus Glasvliesbahn S8 S und die beiden darüber aus 500er Bitumenpappe besteht. Auf die oberste Papplage wurde eine Kiesdeckschicht im Heißstrichverfahren aufgebracht mit 3S em starker Lage aus geglühtem und ge- waschenem Derlkies.

Einrichtung:

Die Planung und Beschaffung der inneren Einrichtungsgegenstände erfolgte in engster Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium, insbesondere mit Herrn Ober- studiendirektor Geiß, Oberstudienrat Fleddermann und Studienrat Dr. Bauer.

Künstlerischer Schmuck:

Für die künstlerische Ausgestaltung der BEingangshalle wurden mehrere Künstler aufgefordert, Ideenskizzen vorzulegen.

Die Eingangshalle erhält außerdem ein Aquarium. Die Seitenhalle vor dem Ver- waltungsgebäude soll durch Pflanzenschmuck und Sitzmöbel einladenden Charakter erhalten.

Särtnerische Anlagen:

Sämtliche Flächen des umgebenden Geländes, soweit sie nicht als pausenhof, Ein-

gang, Park- und Ubungsplätze dienen, werden zu Grünflächen mit sparsamer Be- pflanzung.

Auf der Süd- und Ostseite von Fach- und Normalklassentrakt soll ein Wasser- becken für den biologischen Unterricht mit stärkerer Bepflanzung und Gruppen hoher Bäume angeordnet werden. Zwischen der Turnhalle des Turnvereins und dem Ver-

waltungsgebäude ist eine gärtnerische Anlage vorgesehen mit einem Verkaufskiosk für Lehrmittel und Milch.