Dem Qymnasidum Dillenburg Zzum ruß!
Nur kurz nach der Einweihung des Gymnasialbaues in Herborn folgt nun auch die Finweinung des Gpymnasialneubaues in Dillenburg. Die jahrelange Plage des Schichtunterrichts ist— hoffentlich für immer— vorbei, und in den hellen und zweck- mãäßigen Räumen des Neubaues kann sich die alte, bewährte Schule nunmehr aufs beste entfalten.
Im Laufe der Entwicklung hat das Gpmnasium Dillenburg einen Teil seines Schülerstammes und einige Lehrkräfte an das neugegründete Gymnasium in Her- born abgegeben, aber dieser Aderlaß hat den überfüllten Klassen nicht geschadet und dürfte sich in der Zukunft in mancherlei Hinsicht als heilsam erweisen. Das Oymnasium Johanneum weiß sich mit seinem älteren Bruder in Dillenburg in mannigfacher Weise verbunden, durch den gemeinsamen Schulträger, durch gemein- same Ziele und Aufgaben, durch gemeinsame Sorgen und Nöte, nicht zuletzt aber verbinden zahlreiche persönliche Bande Schüler, Lehrer und Leiter dieser beiden höheren Schulen des Dillkreises. Möge dies kameradschaftliche Zusammenstehen der beiden benachbarten Schulen auch in Zukunft erhalten bleiben, und möge das so viel ältere Gymnasium in Dillenburg sein segensteiches Wirken zum Wohle der Jugend im neuen Schulgebäude noch schöner und reicher entfalten.
Studiendirektor Dr. B. Schwabe
Arußwort des Elternbeirates!
Kaum ein personenkreis wird— nach den Lehrern und Schülern des Gpmnasiums selbst— den Binzug in das neue, schöne Oebäude mit so frohen Gefühlen begrüßen wie die Elternschaft, als deren gewählter Vertreter der Blternbeirat hier das Wort ergreift. Denn das Wohlbefinden ihrer Kinder liegt den Eltern naturgemäß ganz besonders am Herzen, und so haben die Enge im alten Gebäude und der dadurch bedinete leidige Schichtunterricht viele Familien, besonders die der weiter entfernt wohnenden Schüler, sehr belastet. Nun werden vor allem die Mütter mehrerer Kinder, die manchmal in verschiedene Züge eingeteilt waren, aufatmen und endlich wieder eine gemeinsame Tischzeit für die ganze Familie einhalten können.
Unser Dank gilt deshalb allen denen, die mit heißem Herzen und kühlem Verstand an Planung, Gestaltung und Aufbau des neuen Dillenburger Gymnasiums mitgewirht haben! Noch steht jedoch nur der erste Bauabschnitt der Gesamtplanung, der noch nicht einmal allen Klassen einen eigenen Raum bietet. Bei aller Freude und Dank- borkeit für das bereits Geleistete möchte daher der Elternbeirat die dringende Bitte an alle maßgebenden Stellen in Schule und Verwaltung richten, nun nicht auf dem pisher Frreichten zu verharren, sondern alles daran zu setzen, auch baldmõglichst die weitere Pauplanung zu verwirklichen. Wir denken dabei nicht nur an die noch fehlenden sechs Klassenräume, sondern besonders an den Bau einer geräumigen Turn- nalle. Gerade das Gpmnasium sollte sich dorum bemühen, auch die sportliche Br- tüchtigung der Jugend unter den bestmõöglichen Voraussetzsungen zu pflegen, getreu dem alten griechischen Ideal, daß ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen kann!
Der Plternbeirat will gern die frische Brise, die jeder Neubeginn mit sich bringt, auch in seine Arbeit wehen lassen, und diese in Zukunft noch intensiver gestalten. Pr wvill dabei bestrebt sein, sich so wenig wie möglich um rein schulische Dinge zu hümmern, jedoch so viel wie möglich um die„human relations“, um die Pflege eines guten„Schulklimas“ Das oberste Anliegen des Elternbeirates wird immer Sein, zu einer fruchtbaren und den Kindern förderlichen Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule zu gelangen und diese zu pflegen.
Glück auf im neuen Hause!
Gertrud PDaul! Hr. D10C x
Vorsitzende stellu. Vorsitzender


