Zum Qeleit!
Wenn heute das neue Gymnasium in Dillenburg der Jugend seine Pforten öffnet, so ist dies ein Freignis, das nicht nur die unmittelbar Beteiligten, also Eltern, Lehrer und Schüler, berührt. Wir sollten uns in das Gedächtnis rufen, daß diese Schule mit ihrer Einrichtung ein Werk der Gemeinschaft ist, ein Zeichen echter und sinnerfüllter Zusammenarbeit des Landes Hessen, des Dillkreises und der Stadt Dillenburg. Viele haben zum Entstehen dieses Hauses beigetragen, haben mitgeholfen, daß unsere Jugend in hellen, freundlichen und zweckentsprechenden Räumen eine Stätte der geistigen Arbeit findet, die den pädagogischen Brkenntnissen und Borderungen unserer Zeit entspricht.
Manche Schwierigkeiten galt es zu überwinden, um aus dem Plan die vor unser aller Augen stehende Wirklichkeit werden zu lassen. In der Binsicht, daß die Raum- not im alten Schulgebãude und die sich aus ihr ergebenden Folgerungen gebieterisch einen Wandel verlangten, haben die Kreiskörperschaften das Vorhaben mit allen Mitteln gefördert. An dieser Stelle sei im Namen des kreises allen denen Dank gesagt, die an der Dlanung und Ausführung des Neubaues beteiligt gewesen sind.
Das Haus ist erstellt. Mögen in ihm Achtung vor dem Wertbeständigen der Ver- gangenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber den Forderungen der Gegenwart in der Spannung der Lebenswirklichkeit den rechten Weg in die Zukunft finden helfen. Möge ein Geist es erfüllen, der unsere Jugend zu Persönlichkeiten bildet, die in der Verantwortung vor Gott und den Menschen ihr Leben zu gestalten vermögen.
Dr. Rehrmann, Landrat
Dem Qymnasium zum raß!
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beglückwünschen das Gymnasium Dillenburg zu seinem neuen, modernen Schulgebäude. Die Stadt ist stols auf ihre Schule, die schon seit dem Jahre 1537 die Jugend unserer Heimat prägt, und ist darüber hinaus mit Freude erfüllt, daß in gemeinsamem Schaffen des Kreises, des Staates und der Stadt Dillenburg dem Gpymnasium nunmehr eine Wirkungsstätte gegeben wird, die fortschrittliche Anforderungen erfüllt und unserer Jugend die ãußeren Voraussetzungen schafft, späterhnin das Erbe der Vorfahren zielstrebig weiterzutragen. Möge in diesem Hause stets ein Geist herrschen, der befähigt, unsere Jugend zu der Verantwortung zu führen, die ihr in besonderem Maße gegenüber unserem Volke und der gesamten Menschheit auferlegt ist.
Dillenburtę, im November 1957
Der Magistrat Für die Stadtverordnetenversammlung
gez. G. Beermann gez. Kirch
Bürgermeister Stadtverordneten-Vorsteher


