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„Mehreren Kandidaten haten ſich hieſge Familien zu angenehmem Verkehr geöffnet.
„Wiſſenſchaftlichen Zwecken dienten zwei Ausflüge des Seminars im vergangenen Winter unter Leitung des Profeſſors Zimmer: der ne nach Frankfurt zur Beſictigung der Einrichtungen der imeren Miſſion; der andere nach Köln, um die dortigen Schäte der kirch⸗ lichen Kunſt kennen zu lernen. Im Sommer wurde eine ſchöne zweitigige Tour ins Siebengebirge und Ahrthal unternommen und an einem anderen Tage dem Seminar in Friedberg ein Beſuch abgeſtattet, wo wir an den ülrbeiten und Freuden der dortigen Schweſteranſtalt uns beteiligen durften
„Wie üblich traten die Kandidaten dem Zweigverein des Evan⸗ gelichen Bundes bei. Am Winter gezörten dem Borſland an als Schriftſührer Kandidat Weber, als Beiſtter Landidat Thiel; im Zahus war Schriftführer Kandidat Wenzel, Beiſtber Kandidat füs. Auch der„Guſtade(Guſtav⸗AdolſVerein) blühte und hat im Sommer eine ſtatliche Höhe erreicht. Kaſſierer waren die Kandidaten Müller(im Winter) und Rothenburger(im Sommer). Die Haupteinkinfte beſtanden wieder in der Stiendiumfteuere und den ſeſtgeſebten„Predigtgeldern. So war das Zuſammenleben der Kandidaten ein recht ſchönes; alle werden gern auf das in Herborn verlebte Jahr zurüchlicen. Den Schluß des Semeſters bldete wisder eine kleine Abſchiedsfeier.“
VIII. Aus dem ſonſtigen Anſtaltsleben iſt vor allem das am 23. Okiober 1890 feftlich begangene Jubiläum der 25 üh⸗ rigen Wirlſamteit des Delans Profeſſor D. Maurer als Lehrers am Seminar zu erwähnen. Der Tug geſtaltete ſich zu einem um ſo ſchöneren Feſte, als der Jubilar an dasſelbe gar nicht gedacht hatte und ihm auch die Feſtvorbereitungen bis lurz vor dem Tage ſelbſt verborgen blieben
Vormittags nach Antunſt der Eiſenbahnzüge beider Richtungen fand um 11 Uhr ein Feſtakt im feſtich geſchmücten Hochſchul⸗ gebäude ſtutt. Der Feſtzug dorthin ging unter Führung des Ge⸗ neralſuperintendenten D. Ernſt vom Gaſthof zum Ritter aus, wäh⸗ rend inzwiſchen Prof. Zimmer den Jubilar und ſeine Familie zur Aula geleitte. Dort hatten die zwälf Redner zu beiden Seiten des


