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Dem leßteren Zwecke ſolten auch die mit gemeinſamen Spaslergängen verbundenen Beſuche induſtrieller Anſtalten dienen. Leider ließen die Verhältniſſe im laufenden Semeſter nur einen derartigen Veſuch(im Burger Eiſenwerke) zu, der einen wohlthuenden Blick in die erfreulichen Arbeits⸗ und Arbeiter⸗ verhältniſſe des Dillthales eröffnete. Dabei wurden die Arbeits⸗ ſtätten den Mitgliedern des Seminars mit größter Fuvorkommen⸗ heit gezeigt.
IV. Die gemeinſchaftliche Arbeit(i. oben S. 47) mußte in dieſem Semeſter eine lediglich ſormale ſein. Die notwendig gewordene langwierige Neuordnung und Katalogi⸗ ſierung der Bibliothek hatte Prof. Suchſſe trot mehrjähriger Acbeit doch nit ſo meit zu Ende führen hnu, daß die ſo wichtige freie und direkte Benutung der durch die Kandidaten zu ermöglichen war. Die Bücher waren größtenteils noch nicht etikettiert. Es waren nur Zettelkataloge vorhanden, deren Gebrauch wenig bequem iſt; auch fehle noch das für den
püikat des Kataloges. So erg und andere gemeinſame Arbeit verwehrende Bibliothekarbeit als Nootwendigkeit. Durch ihre— ſonach freilich im eigenen Inter. eſſe der Kandidaten liegende— Ausfährung iſt es möglich geworden, den Kandidaten den Zutritt in die Bibliathek zu ge⸗ ſtatten, aus der ſie nunmehr ſich ſelbſt, was ſie an Büchern bedürfen, auswählen können. Die Aufſicht führten als verant⸗ wortliche Bibliothekare in der erſten Hälfte des Semeſters die Kandidaten A. Bender und Vömel, in der zweiten Thiel und Weyel, die auch das Inventar der Bibliothek aufnahmen. Die Wibliothek erfreute ſich ſo einer ſehr fleiſigen Benußung.
V. Die wiſſenſchaftlichen Privatarbeiten der Kandi⸗ daten, die Prof. Zimmer zu leiten hatte, konnten ſich nicht wohl alle, wie zu wünſchen geweſen wäre, auf dem d Seminar nufallenden Gebiet der praktiſchen Thealogie bewegen, da— in⸗ folge der im Bezitk anſcheinend weit verbreiteten engen Meiuung


