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didaten in gemeinſamer Wohnung und mit gemeinſamem Tiſch. Und dies iſt ſeit 1890 Schritt für Schritt eingeführt. Freilich nicht als ein obligatoriſches Internat, wie bei den übrigen preußiſchen Seminaren. Ein obligatoriſches Seminar ſhließt meiner Meinung nach ein abligatoriſches Internat aus. Alber es war, wenn auch nicht ſogleich, ſo doch noch und nach der zu erreichen, daß das Zufammenkeben der Kandidaten lloß ihnen alen ſo wertvoll iſi daſ, während ihnen die Freiheit bleibt, ſich in der Stadt eine Privatwohnung zu Vh niemand auf 56 Zuſammenſein verzihten möcht. ade, nner Sanf= un wenen Oihnn
ſehen, jeut ae. allerlei mbauten auf elf gebracht— bei einer ctwas größeren Frrquenz nicht auereicht. Bei den Umbanuten der Schornſteine habe ich wenigſiens geſoegt, daß zwei weitere Zimmer im dritten Stod obne allzugroße Kuſten hinzugefügt werden können, und wenn das Behürfnis dazu ſich herausielen ſolle, ſo darf auf die Einſicht der Aufſichtsbehürde und der ſynodalen Ocgane gehofft werden, daß dieſe Erweiterung vorgenommen wird. Es iſt nicht bloß die Heranbildung zu gegenſeitiger Achtung, was dieſes Seminarjahr ſo wertvoll macht, fonderm die gegenſeitige Erziehung. Man täuſche ſich doch nicht: die Dozenten ſind nur noch in beſcheidenem Unfange Erzicher erwachſener Leute, es ſei denn, daß ſie Perſöulichkeiten von über⸗ ragender Größe und innerſter Tieſe ſeien, Idealgeſalten, die das Leben nur gar wenige kennt. Die erwachſene Jugend erzieht ſich zumeiſt ſelbſt, und die Hauptauſgabe der Leitung iſ nur die, daß ihr dazu die Möglichkeit geboten wird. Das aber iſt er⸗ riicht durch die Pflege des Garnionisehe das ſic je länger von dem Verkehr mit der Stabt zurückgezagen und ſich un ſch ſatſtvanegeſalle hat. Das gemeinſame Eß. und Ver⸗ ſammlungszimmer, mit einem Klavier verſehen, welches recht ſlecßig denutt wird, und die gemeinſamen Spaziergänge von Gruppen der Kandidaten hahen eine ungemein große Bedeutung. Mehr als ein Kandidat hat es mehr als einmal ausgeſprochen, daß das Herborner Seminarjahr das ſchöuſte ſeines Lebens ſei. Es war nicht inner das glatteſte ür ſie, denn eine Erziehungs⸗


