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Profeſſoren nötig geweſen wäre, deun wenigſtens der erſte Proſeſſor und Seminardirektor, durch kinerlei ſonſiige autlichen Verpflichtungen gebunden, hat in der That mehr Zeit, als er für ſeine autlichen Obliegenheiten unmitteldar braucht. Aber einer⸗ ſeits iſt es nicht undweckmäßig, daß man in ſolcher Stellung auch über den Ruhmen des Auites und des Ortes hinaus Intereſſen haben und bethätigen darf; auch iſt wenigſtens eine litterariſche Nebenthätigleit bei beiden Proſeſſoren ausdrücklich durch die Stiſtung verlangt, auf welcher teilmeiſe das hieſige Seminar materiel beruht; denn das Teſtament des Cauſenius(vom 28. Mrz 1674) beſtimmt, daß die in unſerm Sruinar fortlebende Her⸗ vorner theologiſche Fatultät, die Univerſakerbin feinee Vernößens, „mit e de vornehmſien in seriytis berühmblen Fundamental Theologi t ſei⸗, nbeigaiale die Erbſchaft der theo⸗ logiſchen Gdels zu Marburg zuſallen ſol. Andererſeits und vor allem iſt es nach meiner eh möm iür die Kandidaten von Be⸗ deutung, daß ſie mehrere Lehrer haben mit verſchiedenen Eigen⸗ tümlichkeiten, von be dieahee Kie verſchiedener Richung, verſchiedenen Beſtrebunge das iſt es, was der an einen einzigen Pfarrer gewieſene Vit nicht hat. Und dazu komut noch ein Erfahrnugsſaz, der ſich im Leben immer wieder be⸗ ätig, daß nämlich, nameutlich auf dem Gebiete der Theologie, aber auch ſouſt oſt genug, ein Unterſchied der Generationen ſich geltend macht. Es iſt ein idealer Gedanke, daß der jüngere, kaum von der Univerſitit gekommene Vülar ſich an einen älteren Pfarrer von reicher Lebenserſahrung auſchließt. Ja, weun die Gegenſäte der Arſchaunng, die nicht eiwa in verſchidenen theologiſchen Nichtungen allenn oder auch nur zuerſt begründet ſind, ſondern in der Verſchiedenheit der Generation, nur nist allzu krennende wären! Wir machen ganz regelnäßig die Er⸗ ſahrung, daß die Söhne von Thealogen, gleichgültig welcher Richtung ſie ſich augeſchloſſen haben, mit ihren Vätern nur ober⸗ ſlächlih oder gar nicht üher theologiſche Dinge reden. Warum das? Man hat das Gefuhl, wohl beiderſeits, daß man ſich gegenſeitig zu wenig verſteht. Unter ſolchen Umſtänden iſt der junge Vitar ohne Dazwiſchentreten eines Stminarübergangs an


