die Philoſoplie daejenige Fach, in dem durögängig die Un⸗ kenntnis am größten war. de ſ arindlih abgehalſen einerſeits dadurch, daß auch in der Tasfonnsei nberaunn wurde, mählich eine Tradition geſchaſſen wurde(auch vermittelſt des hodegetiſhen Kurſus), nach welcher es ühlich geworden iſt, das leichtverſtändliche und zun Nachdenken anregende Syſtem von Friedrich Harms auf der Univerſttit durchzuarbeiten. ibliſchen Studien haben im ganzen nicht die
Bedeutung gehabt, die ich ihnen, zumal als früherer Doßent der neutrſtamenllichen Eregeſe, gewünſcht hätte. Im ganzen agein ſprachlicher Beziehung die Gymuaſtalvorbildung, nach unſerm dieſigen Beobachtungen wenigſtens, eine ſählechiere. Die Ferkig⸗ keit Siein 5 fänier war zu einem ſolchen 3 gelangt, daß di der lateiniſchen Sprache auch bei der einen Saunne ad ſuhh ſie früher gebraucht and ſich als not. wendig erwies. Aber auch das Griechiſche iſt nur wenigen wirklich geläufig; troh hodegetiſchem Kurſus und Tentamen ſind es doch nur wenige, denen der griechiſche Tert auch nur einiger⸗ maßen ſo vertraul iſt, wie der deutſche. Die grammatitaliſche Sicherheit hat außerordentlich machgelaſſen, und eine wirklich ſprachgetreue Schriſtertlärung wird dadurch erſchwert. Es ſcheint,
ir mit der Zeit mit der Kenntmis des Griechichen auf eine Stufe herabkonmen, auf der bisher nur das Hebräſche geſtanden
Das Seminar kann hier nicht ſehr viel dazu lhun, frühere Verſtumniſſe machzuholen. Man verſucht noch einmal, in eine gründliche, meihodiſche, korrette Eregeſe einzuführen und anderer⸗ ſeits durch kurſoriſche Lekture zu einer etwas ſichereren Be⸗ heriſchung des Stoſſes nach Inhalt und Form zu gelangen; aber die Hauptaufgabe des Schrifſſutdiums bleibt auf dem Predigerſeminar doch nicht die hiſlorſch kritſhe Exegeſe, ſondern die Kontemplation; denn de der Untverſiät gar nicht geübt, muß erſt völlig nen gelernt werden, und ſie ill es doch, die für die paſtorale Thätigkeit am allermeiſten in Betracht tommt.
Faſt ganz haben die hiſtoriſchen Studien geruht.


