Aufsatz 
De Ranarum Aristophaneae fabulae indole atque proposito / F[riedrich] H[einrich] Hennicke
Entstehung
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betrieben, in die untern Klassen ein p üssi Vokabellernen eingeführt und damit zugleich der häufig sehr verkel Art der häuslicl 7 i beitet werden.

4) Verfügung desselben vom 2ten Juni, betreffend das hiuss der regelmässigen, häuslichen Arbeiten. Bloss mechanische Arbeiten sind möglichst zu beschränken.

5) Verfügung desselben vom 24ten September. Der Vorschlag zur Einrichtung einer Unter- Tertia und Anstellung eines neuen Lchrers wird genehmigt.

6) Verfügung desselben vom 21ten September mit der Abschrift eines Rescripts des Herrn Finanzministers. Wegen der jetzt im höhern Forstdienst eingetretnen Ueberfüllung mit Anwärtern sind junge Leute vor der Ergreifung dieser Laufbahn zu warnen.

7) Verſugung desselben vom 20ten December, betreffend die Ausdehnung und Methode des

1 U ich Diejeni- Schüler, welche sich zu Staatsbaubeamten ausbilden wollen, müssen das unbedingte Zeugniss der Reife zur Universität sich erwerben. Bedingte, auf die Reife zum Studium des Baufachs ausgestellte Zeugnisse werden als genügend künftig nicht angenommen. Bei der Meldung zur Aufnahme in die Bauakademie muss künftig der sich Meldende nachweisen, dass er den Zeichenunterricht während des Besuchs der beiden obern Klassen wenigstens drei Jahre lang regelmässig und mit gutem Erfolge benutzt habe, und cigne Arbeiten, aus denen eine genügende Fertigkeit hervorgeht, vorlegen.

8) Verfügung desselben vom 12ten Februar 1855. Die Osterferien sollen am Mittwoch Mit- tag in der Charwoche beginnen, der Sommercursus am Montag in der ersten Woche nach Ostera seinen Anfang nehmen.

B. Chronik des Gymnasiums.

Der Unterricht des Sommersemesters begann am 20ten April.

Der Director hatte die Freude gleich mit der Wiedereröffnung der Schule, den an die Stelle des Herrn Director Dr. Baumgardt(s. d. vorj. Progr.) berufenen Herrn Tägert in seine Stellung einweisen zu können.(Joachim Christoph Wilhelm Tägert, geb. 1830 in Greifswald, Sohn des verstorbenen Lehrers Tügert, erhielt seine Schulbildung auf dem Gymn. seiner Vaterstadt, bezog eben daselbst die Universität zu Ostern 1849 u. widmete sich vorzugsweise den Studien der Mathe- mathik, Astronomie, Physik, Chemie, beschäftigte sich auch hender mit Phile hie und gewann Michaelis 1859 den Preis für die Bearbeitung der von der Uni fg Canti de antinomiis doctrina expli et dijudi Er verliess die Universität Michaclis 1852 und trat, nachdem er die Prüfung pro facultate docendi in Greifswald bestanden, ebenda Ostern 1853 sein Pro- bejahr an. Zu Michaclis erhielt er eine Anstellung als interimistischer Adjunct in Putbus. Von dort wurde er hierher als fünfter ordentlicher Lchrer berufen). Derselbe hat sich seinen Collegen mit Hin- gebung angeschlossen und bald sehr werth gemacht, durch die Gediegenheit und Klarheit seines Unterrichts, sowie durch die Liebe für sein Fach auch seine Schüler dafür zu interessiren gewusst,

und durch den Ernst, die Freundlichkeit und Gleichmässigkeit seines Wesens die Achtung und das

Vertrauen derselben erworben. Gleichzeitig sind die Herren Dr. Hüser in die 2te, Dr. Zelle in die 3te, Kupfer in die 4te gi

Am 21ten Mai feierten die Lehrer und ein Theil der confirmirten Schüler der Anstalt gemein- schaftitch das heilige Biihnene Am Tage zuvor hielt der Director mit den Letzteren eine Vorbereitung.

Am 24ten Mai, in der Zeit der schönsten Baumblüthe unternahmen Lehrer und Schüler eine gemeinschaftliche Turnfahrt nach dem Stranddorfe Nest. Im Laufe des Sommers sind wiederholt ähnliche Spe gäünge von den Ordinanien mit ihren Klassen veranstaltet worden; die dabei herr- schende frische, jugendliche und doch in den Schranken der Mässigung sich haltende Fröhlichkeit ermunterte zur Wiederholung.

Am lten Septembor hielt der Königl. Commissarius Herr Provinzial-Schulrath Wendt, die