wird sich die Nebencäsur nach den oben 5b lassen. Soviel Steht fest, dass diese Einschnitte nicht immer Nel ten zu sein b am i zwei nebeneinander, und dass sonstige Einschnitte weder im H. noch im P als
Nebencäsuren bezeichnet werden dürfen, da sie eben keine Bedeutung für den Bau der Reihen oder Halbreihen, sondern nur für die Zusammenfügung der Wörter zu Füssen haben.
Zweites Capitel.
Von dem metrischen Bau und rhythmischen Cha- rakter jedes einzelnen Gliedes und der ganzen Strophe.
Wir haben im vorigen Capitel zu zeigen gesucht, dass das Distichon sich zwar in 4 Glieder zerlegen lüsst, dass diese 4 Gllieder aber grummatisch und metrisch den Charakter der Zusammengehörigkeit und Gleichartigkeit an sich tras es kommt nun darauf an, zu unter- suchen, ob und inwieweit die dort mehr durch Abs. lon gewonnenen Resultate in den uns überlieferten Versen der Dichter Ausdruck und Bestätigung finden. Wir behandeln zu diesem Zwecke jedes Glied besonders und schen zunächst zu, wie die Dichter im Linzelnen jedem Gliede durch metrischen Bau den ihm zukommendeu rhythmischen Charakter aufzuprägen vissen, und dann wie sich dadurch das ganze Distichon rhythmisch zur Einheit gestaltet und abschliesst.
I. Vom ersten Gliede des Distichons.
Dreierlei haben wir ins Auge zu fassen: 8
1. Den Versfuss, 2. Die Fügung der Wörter zu Füssen, 3. Den Rhythmus.
1. Die Reihe kann aus lauter Spondeen, oder aus lauter Daktylen oder aus einem Spondeus mit folgendem Daktylus oder endlich aus einem Daktylus mit folgendem Spondeus bestehen. Rein spondeisch in diesem Gliede hat Catull noch den 5ten, Properz den 9ten, Tibull den 12ten, Ovid nur den 20ten Theil seiner Verse gebildet. Wie die Anwendung von lauter Spondeen abnimmt, wächst die Zahl der rein daktylisch gebildeten ersten Reihen des Hexameters: bei Catull nur, in den ersten 4 Büchern des Properz ½, im 5ten Buche 3, bei Ti- bull 4, bei Ovid über„. Durchschnittlich bei allen Dichtern am häufigsten ist die Bildung, wonach die Reihe aus einem Daktylus und einem Spondeus besteht, doch stellt man den Spondeus bei weitem nicht so oft an erste, als an zweite Stelle.
2
Versfuss.


