28 n
ebenfalls an Verbeſſerung der Schule. Der Oberpfarrer,
jetziger Kirchenrath, Herr Pilger, erhielt den Auftrag
„über die dermalige Einrichtung der Schule, fuͤr welche
„Kinder dieſelbe beſtimmt ſey, aus wie viel Klaſſen ſie
„beſtehe, wie hoch ſich die Zahl der Schüler jeder „Klaſſe belaufe, uber welche Gegenſtände Unterricht er⸗
„theilt werde, wie viel Stunden jeder der Lehrer zu hal⸗
„ten habe, und uͤberhaupt alles dasjenige zu bemerken,
„was zu einer genauen Kenntniß dieſer Schule erforder⸗
„lich ſey; zugleich auch ſich über die etwaigen Maͤngel
„derſelben, und wie dieſen abzuhelfen ſey“— zu berich⸗
ten*). Der Berichterſtatter beantwortete darauf die
ihm vorgelegten Fragen, gab frei die Mängel der Schule an und fuͤgte auch einige Vorſchlaͤge zu ihrer Verbeſſe⸗
rung hinzu, namentlich ordentliche Dotirung der Lehrer,
Entfernung aller fremdartigen Functionen, thaͤtigere unterſtuͤtzung des Rectors von Seiten der andern Lehrer,
Vermehrung des Lehrer⸗Perſonals u. ſ. w. In wie
weit ſämmtliche Vorſchläge beruͤckſictigt wurden, kann
ich nicht angeben. Wenigſtens hielt man nicht für gut, das Perſonal zu vermehren, und zur beſſeren Dotirung
wurde endlich das Subconrectorat aufgehoben, die Be⸗
ſoldung aber unter die beiden uͤbrigen Lehrer ver⸗
theilt*).— 3
—
¹) Ertract. Protocolli E. H. Kirchen⸗ und Schulraths. d. d. Gie⸗ ßen 21. Juny 1304 ad N. KR. 1327„die Bebeſſerung des Gymnaſiums zu Triedberg betreffend.“
**) Mit Ausnahme der Burgbeſoldung, welche in 30 Gulden und . 3 Malter Korn beſtand und die der Fiskus an ſich zog.


