Aufsatz 
Zu den Sagen von Gog und Magog : wissenschaftliche Beilage zum Programm der Sophien-Realschule, Ostern 1882 / von Hugo Bieling
Entstehung
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mit St. Dunstan(der Mayor gehörte zur company der Goldschmiede) und der Wagen der Gerechtig- keit; weder St. Dunstan's Teufel noch die Riesen erscheinen in dem Zuge. Doch stand es vielleicht im Zusammenhange mit dieser beabsichtigten Feier, dafs Capt. Saunders sie in diesem Jahre 1708 für die Guildhall neu aus Holz schnitzte. Zur Ausführung kam die Feier nicht mehr; gerade am 28. Oktober starb Prinz Georg von Dänemark, der Gemahl der Königin Anna, und der neue Mayor mulste sein Amt ohne den beabsichtigen Aufzug antreten.

1711 erschien der Mayor zum letzten Male hoch zu Rofs; seitdem führt ihn seine Staatskutsche nach Guildhall, und der Zug ward dem noch heut üblichen immer ähnlicher. In einer Rede von Henley 1730(so bei Fairholt I. 129; s. o. pag. 9) wird der Riesen ausdrücklich Erwähnung gethan; 1761, nach der Krönung Georgs III., beehrten der König und seine Gemablin die City mit einem Besuche, und bei dieser Gelegenheit fand einmal wieder nach alter Art(als Muster diente der pageant von 1688) der Aufzug statt.

Das Hauptstück des modernen Aufzuges ist die Staatskarosse des Lord Mayor, deren Malereien Erinnerungen an die alten pageants zeigen, und besonders seit 1822, geharnischte Ritter. Im Jahre 1837 erschienen auch einmal wieder zwei kolossale Gestalten im Zuge, die Gog und Magog in Guildhall vorstellen sollten. Im Anhange 2u Fairholt I. p. 175 sq. findet sich das genaue Programm des Zuges von 1841.

Ausdrücklich erwähnt werden die Riesen noch in dem Dageant von 1672, von Jordan verfafst(Fairholt I. p. 76):I must not omit to tell you, that marching in the van of these five pageants, are two exceeding rarities to be taken notice of; that is, there are two extreme great giants, each of them at least fifteen feet high, that do sit and are drawn by horses in two seyeral chariots, moving, talking, and taking tobacco as they ride along, to the great admirafion and delight of all the spectators: at the conclusion of the show they are to be set up in Guildhall, where they may be daily seen all the year, and I hope never to be demolished by such dismal violence as happened to their predecessors; which are raised at the peculiar and proper cost of the city. Diese Stelle berichtigt z. T. Hone's Angaben oder Vermutungen, da sie zeigt, daſs die Riesen einmal böswillig zerstört worden; diewickerwork and pasteboard giants in der von Hone angeführtenGigantick History sind wahrscheinlich die von Jordan beschriebenen und hielten sich bis 1708.

Einmal erscheinen andere Namen für dieselben; George Wither in seinem mJocg Serjo; Strange News of a Discourse between two dead Giants, 1661, spielt auf sie an mit den Worten: Big-bon'd Colbrant and great Brandamore, The giants in Guildhall... Where they hare had a place to them assign'd At publick meetings, now time out of mind. Auch Jordan nennt sietwo exceeding rarities, doch wohl nur als besonderes Schaustück.

Die Riesen waren etwas so Häufiges und Gewöhnliches bei den Aufzügen, dass die city- dichter es nicht für nötig hielten, ihrer besonders zu erwähnen, wie es bei Stow'(Fairholt J. p. 77) heifst:The mayor had besides his gjants three pageants, whereas the sheriffs had only two besides their giants. Dals sie gewöhnlich vorkommen, ist aus den bereits angeführten Stellen ersichtlich; wir erinnern hier nur noch an die kurze Anspielung auf sie in Marston's Dutch Courtezan, 1.605:vet all will scarce make. me so high as one of the gyants stilts that stalks hefore my Lord Mayor's pageants. Entscheidend ist ihr häufiges Vorkommen in den Rechnungsbüchern

der Livery Companies(s. Herbert, History of the twelve great Livery Chmpanias, 9t. London). 1882. S. R.