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nach„Westmynster“, wird dort„in Thexcheker“ vereidigt, kehrt zu Wasser nach„Powles wharfe“ zurück; dort wird zu Pferde gestiegen, und nun geht es weiter durch„Cheapside“ nach „the Guyldhall“, wo das Mittagessen stattfindet; nach dem Essen ist Kirchgang nach„St. Paule.“
Die erste gedruckte zeitgenössische Beschreibung eines Lord Mayor's Pageant ist vom Jahre 1585. Eins von den Kindern im pageant, das London darstellt, zeigt in seiner Anrede eine deutliche Beziehung auf die britische Sage:„New Troy l hight, whom Lud my Lord surnam'd, London the glory of the western side.“
Besonders deutlich in ihren Beziehungen auf die britische Vorgeschichte und Gottfried von Monmouth ist die Beschreibung des pageant vom Jahre 1605:„The Triumphes of re-united Britannia“, geschrieben von Anthony Munday¹); Sir Leonard Holliday war Mayor, die livery company der Merchant Taylors trug die Kosten des pageant. Der Verfasser beginnt, mit einer Beschreibung des Zustandes von England“ even from the very frst originall, until her honorably attaining the name of Britannia“; er beginnt mit Noah und endet mit Brute und den Trojanern, die London gründeten und dem Lande nach ihrem Führer den Namen Britannien gaben.
Gorineus und Gogmagog, zwei ungeheure Riesen, waren mit goldenen Ketten an „Britains Mount“, dem bedeutendsten Stück des pageant, gefesselt, den sie zu ziehen schienen; auf demselben sitzende Kinder stellten Britannien vor; dann Brute's geteiltes Königreich, Leogria, Cambria und Albania; Brute selbst und seine Söhne Locrine, Camber und Albanact; Troya Nova oder London; die Flüsse Themse, Severn und Humber. Alle halten kurze Reden, die auf die Wiedervereinigung Britanniens durch Jacob I. hinauslaufen; wie England, Schottland und Wales von Brutus geteilt worden, sind sie jetzt glücklich wieder vereinigt in„our second Brute, king James the First.“ Munday war, wie er sich selbst nennt,„a citie child“ und war schon unter der Regierung der Königin Elisabeth mit den City pageants eng verwachsen; vom Jahre 1591 an bis zum Tode Elisabeths war er wahrscheinlieh der Ordner und Verfasser aller City pageants und blieb es auch unter Jacob I. bis zum Jahre 1611; 1612 wurde Dekker, 1613 Middleton statt seiner beschäftigt; 1614 nahmen die ehrenwerten Bürger aber wieder zu ihrem alten poeten ihre Zuflucht, dessen Riesen noch mehrere Jahre hintereinander unter allgemeinem Beifall vor ihnen herschritten. Er war auch Hüter der nötigen Garderobe und sonstiger Requisiten, der Drachen und anderer Ungetüme, die im Aufzuge figurierten. Sogar Middleton war gezwungen, sich an ihn wegen der„porters“ zu wenden„to set in motion bis pasteboard gods.“ (s. Fairholt I. p. 31. 32.)
Die pageants teilen nun das Schicksal des Landes; 1639 verstummen die Citydichter; erst 1655 findet die Wiederherstellung statt, und 1657 erschien der pageant in altem Glanze. Aus einem Spottgedicht auf dieselben geht hervor, dals„a giant who walked upon stilts“ an einem Schaugerüste an der„old Change“ den Mayor mit einer Anrede begrüſste. Sie fristen dann ein wechselndes Dasein bis zur Regierung der Königin Anna; 1702 erscheinen sie noch einmal in vollem Glanze; der letzte pageant nach alter Art, von einem Citydichter verfaſst, und öffentlich dargestellt, findet in diesem Jahre statt; im Jahre 1708 wurde der letzte city laureate beauftragt, einen pageant zu veranstalten, dessen Beschreibung auch noch vorhanden ist; der Zug ist verkürzt; er enthält nur drei Schaustücke, den Tempel des Apollo, des Goldschmidts Werkstätte
¹) Bei Fairholt I. p. 29. sq.


