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zwischen den Türmen, eine goldene Krone in der Hand, und diese Gestalt war so eingerichtet, dafs sie sich vor dem Königé verbeugte und ihm die Krone überreichte..
Besonders gerühmt wird der Empfang Heinrichs V. nach dem'Siege von Azincourt 1415, dessen Beschreibung bei Lydgate, in Holinshed's Chroniole u. a. zu finden ist. Die Aufzüge und bildlichen Darstellungen bei dieser Gelegenheit waren ganz ähnlich den weiterhin, bei Hein- richs VI. Einzuge, beschriebenen, und der Charakter dieser Einzüge blieb sich in wesentlichen Zügen gleich, so lange sie stattfanden. Lydgate, der ihn beschreibt, war wahrscheinlich der Verfasser der bei diesem Einzuge gesungenen Lieder. Es wird berichtet, dals ein Riese und eine Riesin am Eingange von London Bridge aufgestellt waren, um den König zu begrülsen, als er durch Southwark hindurch herangezogen kam; der Riese hielt eine„axe“ in der Rechten, und in der Linken„the keys of the city hanging to a staff, as if he had been the porter.“
Als besonders bemerkenswert erwähnen wir hier noch den prächtigen Einzug Heinrichs VI. nach seiner zweiten Krönung in Paris als König von Frankreich im Februar 1432; derselbe ist von Lydgate beschrieben, und die fruchtbare Feder dieses volkstümlichen Schriftstellers giebt eine vorzügliche Vorstellung von dem Glanze der pageantry dieses Tages; auch hier erscheint auf einem Pfeiler am Eingange von London Bridge ein Riese zur Begrüfsung*¹). Der neuere Heraus- geber, J. O. Halliwell, benutzte ein bis dahin nicht bekanntes vollständigeres Ms. des Britischen Museums; er führt dabei aus The Brute Chronicle in Ms. Harl. 3730 einen kurzen Bericht über den Zug an, welcher der Mitteilung wert ist:„This same yere, the VI. day of Decembre, Kyng Henry the VI. was crouned Kyng of Fraunce at Paris in the church of oure Lady, with great. selempnité; there beyng present the C(ardinalle of Englond, the Duke of Bedford, and many other lordis of France and of Englond ²); and after this coronacion and grett fest holdyn at Parys, the Kyng retornyd from thens to Rone, and so toward Caleis. And ther, the IX. day of Feveryere, londed at Dover, whom alle the comons of Kent mett at Beramdoun, between Canterbury and Dover, alle in rede hodys. And so com forth tyll he com to the Blake-heth, where he was mett with the, maier Ihon Welles, with alle the craftes of London, clad in white. And so thei brought him to London the XXI. day of the same moneth“; das Datum stimmt zu dem Eingange von Lydgate’s Gedicht„toward the ende of wyndy Februarie“ und„upon a Thursday“, da der 21. Fe- pruar in, der That ein Donnerstag war. In Fabyan's Chronicle(London 1559, p. 423-— 7) sind verschiedene Verse enthalten, die bei den pageants gebraucht wurden. Anreden an den König in Prosa sind in Lydgate's Gedicht verflochten. Das Gedicht Lydgate's selbst trägt die Uberschrift, „Pur le Roy“. Es beginnt mit der bereits oben erwähnten Zeitangabe:„Toward the ende of wyndy Februarie, Whan Phebus in the ffysshe croune, Out of the signe, whiche callyd is aquary, New kalendys were enteryd and begone of Marchis komyng, and the mery sone Upon a Thursday sched his bemys bright Upon Londone, to make them glad and lyght.“ Heinrich VI. ist zum König von Frankreich gekrönt; er kehrt heim. Der Himmel selbst freut sich darüber und macht das Wetter bei seinem Einzuge so schön. Die Bürger rüsten sich, diesen Tag mit besonderer Feierlichkeit zu begehen. Sie reiten dem Könige bis Blackheath entgegen. Ihr Aufzug wird aus- führlich beschrieben;„the noble Mayer clad in reed velewet, The Schrevys, the Aldermen, fulle nofable, in ffurred clokys, the colour scarlett“ sind hoch zu Rofs; die Bürger deuten ihre treue
1) Lydgate, Minor Pboems. Ed. J. O. Halliwell. Percy Society. London 1840 p. 1 sq. ²) Cf. Shakespeare, Henry VI. Part I. IV, 1 in. 7


