Aufsatz 
Ueber zwey Stellen im Aeschylus und Horaz / Von D. Friedrich Christian Matthiae, ...
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On fuit comme un fléau ce fou, ce furieux, qu'on dirait agité par le courroux des Dieux. Le Sage avec effroi l'évite, et dans la rue la foule des enfans le poursuit et le hue.

Nun muſs ich gestehen, dals ich nicht begreife, wie Horaz unter die- jenigen, welche man, um nicht angesteckt zu werden oder sonst in Schaden zu kommen, meidet, auch den Gelbsüchtigen(quem morbus regius urget) hat setzen können! Auch ist dieser von denjenigen Uebersetzern, denen man allzugetreues Anschmiegen an die Urschrift nicht zur Last legen kann, und denen vielleicht hier eine kleine Bedenklichkeit auf- stieg, Batteux, Wieland und Darü, wirklich unberührt geblie- ben. Tarteron giebt morbus regius durch haut-mal(Fallsucht); die übrigen, welche ich verglichen habe, Dacier, Sanadon, Re- gelsberger und Voſs, durch jaunisse und Gelbsucht. In allen Commentatoren, von Acron bis auf Borheck herab, finde ich übri- gens nichts, woraus sich ergäbe, daſs man am morbus regius einen Anstoſs gefunden hätte.

Bey der mala scabies, dem fanaticus error und der ira- cunda ODiana zu verweilen wäre überflüssig; niemand zweifelt, daſs damit ansteckende oder sonst Andern Gefahr drohende Kranke an Kör- per oder Geist bezeichnet sind: nicht so verhölt es sich aber mit dem morbus regius: denn mit den ins Blaue gethanen Aussprichen eines Petrus Nanius(ed. Torrentii, Antw. 1608. 4.): nascitur ex felle, et contagio noxius est; eines Baxter:»vulgus ictericos fugit, ne ex aspectu auruginem colligat; eines Jason de Nores: hoc morbo affectos omnes refugiunt crocei coloris fastidio, qui mortis propinquae index esse videtur, mögte es, meines wenigen Ermessens, schwerlich gethan seyn.

Nirgends findet sich, daſs die Römer unter morbus regins(ar-