Aufsatz 
Ueber zwey Stellen im Aeschylus und Horaz / Von D. Friedrich Christian Matthiae, ...
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für gleichartig, daſs er vielmehr dem Echis eine Art von Zartgefuhl beylegt, wovon man das nähere bey ihm selbst nachlesen mag. Nur bey Astius(welchen Schneider zu Nikand. Ther. Cur. post. v. 325. anführt, den ich aber nur in Cornars lat. Uebersetzung nachsehen konnte) steht: morsis a muraena eadem accidunt quae morsis a vipera.

Auf diese Weise läſst sich nicht abschen, warum Aeschylus die Klytamnestra mit einer Muräne opnn einer Viper von so furchtbar giftiger Natur verglichen haben möge, daſs sie nicht etwa durch ihren Bils, sondern schon durch bloſse Berührung in Fäaulniſs setzen und tödten könne. Wenn der Scholiast bey dieser Stelle bemerkt: ur B0X*: 6riε να τν ν nSerra, Al νον ἀνοσάηω̈&ιᷣνονο"O)x oäret, so ist die- ses, was die εexι να betrifft, ganz richtig; auf die auatua aber, bey welcher sich Giftnatur, und bis zu einem solchen Grade gesteigert, doch nicht denken laſst, paſst es, so viel ich bis jetzt einsehe, keines- weges. Die Naturgeschichte dieses Aals, so weit ich mich damit hiabe bekannt machen können, oder, was hier einerley ist, der Volksglauben darüber, führt also zu keiner genügenden Auflösung; und deswegen sagte ich vorhin, die Stelle im Aeschylus habe einer Aufklärung aus der Naturgeschichte zu bedürfen nur geschienen.

Vielleicht lälst sich aber das Anstöſsige in der Stelle auf eine an- dere Weise, ohne Beyhülfe der Naturgeschichte, durch eine leichte Veränderung im Texte beseitigen.

Hesychius sagt, wohl ohne Zweifel mit Rücksicht auf die Choëphoren: uνςumα exα† ron νμααχ ενειε, dg Exida, wobey Alberti Spanheim's Anmerkung zu des Aristophanes Fröschen 478. anführt, aus dessen Citaten ich jedoch für den gegenwärtigen Zweck nichts zu benutzen wüſste, wie ich denn auch nicht einsehe, warum bey Aristo- phanes Tartesische Muränen für Tartesische Nattern, wie auch

Conz es dem Scholiasten nachgesagt hat, gesetzt seyn sollen. Brauch- 2