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„Gnade unſeres Fuͤrſten*) der Fond zu Anſchaffung von Buͤchern und Inſtrumen⸗ „zten a*) betraͤchtlich vermehrt, indem aus dem Geiſtl. Landkaſten jaͤhrlich 25 fl. für „Buͤcher und 37 u. ein halb. Gulden fuͤr mathem. und phyſikal. Inſtrumente, Na⸗ „turalien u. dgl., ferner zu Praͤmien jaͤhrlich 37 u. ein halb. Gulden gnaͤdigſt ver⸗ „willigt wurden. Zugleich wurde befohlen, daß die ſonſt aus dem ſisco academ. 4 4) „ beygetragenen 18 fl. 45 kr., welche ſeit mehreren Jahren nicht bezahlt wor⸗ „den, nunmehr wieder ordentlith eutrichtet werden ſollen.“
Gießen am 2. Mai 1803. Fried. Wilh. Dan. Snell, . 3 Philos. P. P. O. et Paedag. Collega.
Ferner finden ſich die nachfolgenden Bemerkungen von Snell's Hand:„Zu dieſen „Fonds kamen hernach noch die Intereſſen von dem durch den ſel. Conſ. Rth. Wenck fuͤr „die hieſige Paͤdag. Bibl. legirten Capitale von 200 fl. Einen weiteren Zuſchuß geben „die von jedem neuaufgenommenen Schuͤler zu zahlenden 30 kr.; zu dem fallen auch neinige Strafgelder in dieſe Kaſſe. Zu dieſem kommen noch Geſchenke an Buͤchern.“ Wegen der erwaͤhnten Schulerbeitraͤge findet ſich die aͤltere Notiz:„Das Ein⸗ „ſchreibgebuͤhr von den neu ankommenden Schuͤlern, à 15 Albus, ſo die Paͤdagog⸗ „Jedellen ſeit unfuͤrdenklichen Jahren gezogen, wird nunmehr zu Buͤchern und deren „reparatur in der Paͤdag.⸗Bibl. verwendet. Nachdem im Jahre 1777 die Pedellen „abgeſchafft und ſtatt deren nur ein custos, der von jedem Schuͤler das „Winterhalbjahr 6 Alb., das Sommerhalbjahr aber 3 Alb. Pro salario erhaͤlt, angenommen worden.“ 1 Dieſe Stelle iſt ſogar fuͤr hieſige Leſer jetzt ganz unverſtäͤndlich, wenn ſie nicht uufaͤllig wiſſen ſollten, wer nach alter Weiſe bis zu der oftbeſprochenen Neueren Zeit unter der Bezeichnung Paͤdag.⸗Pedell verſtanden wurde. Es waren arme Schuͤ⸗ ler, deren Bett und apparatus in dem Lehrzimmer von Prima ſtand, und die für Reinigung, Heitzung, Auslaufen u. ſ. w. angewandt wurden. Wie, wenn bei die⸗ ſer„ſeit unfuͤrdenklichen Zeiten alten Weiſe“ die Armen unwohl wurden? u. ſ. w.!?— Ferner iſt zu wiſſen noͤthig, daß auf den neuangenommenen ſogenann⸗ ten Custos bald der alte Name Paͤdag. Pedell uͤbergetragen wurde, und daß, waͤhrend ſo vieles ſeit einem halben Jahrhundert am Paͤdagoge ſich aͤnderte, dooch der erwaͤhnte Beitrag zur Bibliothek, wie zur Pedellen Beſoldung, allein ſtehend blieb.
» eaut Reſtript vom 10. März 1803.— Damals wurde auch Quarta geſtiftet und eine 5. Leh⸗
rerſtelle dotirt; zugleich mußte jeder Lehrer zwey neue Lehrſtunden wöchentlich dazu übernehmen,
der fünfte erhielt A4.— An allen dieſen Verfügungen und Einrichtungen hatte
Wenck, der im nächſten Monate ſchon ſtarb, den beträͤchtlichſten, wenigſtens ſehr thaͤtigen Antheil.—
Seit einigen Jahren ſind der ordentlichen Lehrerſtellen ſechſe.—
) Die aͤlteſte Spur wegen angeſchaffter Inſtrumente finde ich aus dem Jahre nach Rambachs Meg. gang, wo, laut Decreti in Senatu academ., vom 3ten Auguſt 1776, aus dem fisco acad.
7 fl. für eine Megkette und Stäbe und Menſul bewilligt werden; auch das(mindergebräuchliche)
Aſtrolablum wurde damals von der Univerſität dem Pädagoge geſchenkt.
) Wie oben gezeigt, urſprünglich aus dem Geiſtl. Landkaſten..—
³ NH


