23
Es haben der Paͤdag. Bibl. ſeit ihrer Gruͤndung oͤffentlich, doch kurz erwaͤhnt, Schaumann, Rumpf und Engel in den Programmen von 1805, 9 und 23. Rumpf giebt ſchon 1809 die fire Einnahme, neben den ungewiſſen Beiträͤgen der Schuͤler, nur zu 50 fl. 45 kr. an.— Außerdem geſchah ihrer mehrmals, wie der Paͤdag. Bibl. in Darmſtadt, Erwaͤhnung in den Großherzogl. Landtagsverhandlungen.
Im Durchſchnitte ſind es jetzt jaͤhrlich nur an 60 fl. uͤberhaupt, welche die Gunſt, oder Ungunſt der Zeiten ſuͤr ſolchen Zweck uns uͤberliefert haben. Es verwaltete, nach Rumpf's Hinſcheiden(Herbſt 1824), die Bibliothek der einige Jahre zuvor ſchon privatim fuͤr denſelben an der Bibl. vicarirende damalige dritte College, Engel, bis zu ſeiner Rechnungs⸗Ablage bei ſeinem Abgange vom Paͤdagoge, auf Herbſt 1826. Zuvor hatte die Großh. Paͤdag. Commiſſion den Beſchluß gefaßt, die weitere Anſchaffung und Verrechnung der Buͤcher dem zeitigen Pädagogiarchen, Prof. Dr. Hillebrand, zu ubertragen; der uͤbrigen Muͤhewaltung dabei unterzog ſich nachmals der Verfaſſer. Ob es ihm angelegen war, das Ganze in allen ſeinen fruͤheren und jetzigen Beziehungen kennen zu lernen und moͤglichſt nutzbar zr machen, moͤgen zum Theil dieſe Blaͤtter beantworten.
D. (Laß dich nicht kluͤger dünken, denn die Alten; denn ſie haben's auch von ihren Väͤtern gelernet. Jeſ. Sir. 8, 11.)
Was die Rambachiſchen oben erwaͤhnten ſchriftlichen Literalien betrifft, ſo finden ſich Fasc. A.) Aufſaͤtze von ſeiner Hand, uͤber die Geſchichte der Univerſ. und des Päd. von den aͤlteſten Zeiten, nebſt Abſchriften von Reſcripten u. dgl., die groͤßtentheils ſchon in ſeine hiſtor. Auffaͤtze verarbeitet, zum Theil nur beigelegt ſind. Fasc. B.) Urkunden und Reſcripte in Abſchrift, uͤber die erſte Periode, v. 1605— 25. Fasc. C.) Von der 2ten Periode, 1625—50 und weiter, Verordnungen und Bemerk. Fasc. D.) Schriften uͤber Gebrechen des Paͤd:, Streitigk., alte Lect. Plane ꝛc. enthaltend. Fasc. E.) Hiſtor. und biogr. Auszüge und Aufſatze von Rambach, die ſaͤmmtlichen Paͤdagogiarchen u. Paͤdagoglehrer bis zu ſeiner Zeit betreffend. Fasc. F.) Notizen, die Univ. und Paͤdag. Bibl. betreffend. Fasc. G.) Papiere, die damal. Zeit betreffend.
Hoöͤchſtungern muß ſich der Verf dieſes, um des Raumes willen, oder aus ſonſti⸗ gen Ruͤckſichten enthalten, mehr daraus oder daruͤber zu bemerken. Gewiß findet ſich wohl das Meiſte ſchon in Winckelmann, Strieder u. a. m.; doch bleibt wohl noch im⸗ mer für Specielles, namentlich auch Genealogiſches, dem, der die Vorzeit des Oertlichen berückſichtigt, einige Ausbeute. Für den Verfaſſer war es hauptſaͤchlich die Anſchauung, daß die zwey Jahrhunderte und ihre Charactere auch in unſerem Paͤdagoge, meiſt genau nachweislich, ſich abſpiegeln; daß fuͤr die verſchiedenen Felder des wiſſenſchaftlichen und practiſchen Lebens neben ſo manchem Minderbedeutendem, oder Beklagens⸗, ja Be⸗ lachens⸗Werthem auch Acchtungswuͤrdigſtes aus der hieſigen Anſtalt erbluͤhete. Man erfaͤhrt u. a., daß die fernen freyen Reichs⸗ und biſchoͤflichen Reſidenz⸗Städte Stras⸗ burg und Wormo ausdräͤcklich die Statuten des hieſigen Paͤdagogs als Vorbild füͤr


