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in. 43 Jahren erſt à 60 Numern uͤberhaupt, d. h. kaum mehr, als das Doppelte von dem, was ihr der eifrige und aufopfernde Rambach ſchon im Erſten Stiftungs⸗ jahre zu verſchaffen wußte, und wuchs demnach bis dahin, nach Rambachs Weg⸗ gang, im jaͤhrlichen Durchſchnitt nur um wenige Numern; wogegen Wenck in ſeinem ſchon 1800 gedruckten„Verzeichniß der Leſebuͤcher faͤr die oberſte Klaſſe des Fürſtl. Päd.“ bloß an ſolchen uͤber 400 Numern aufſtellt. Da bald nach Ram⸗ bach Männer, wie Roos, Dan. Suell, Rumpf hintereinander mit Treue die Bib⸗ liothek pflegten, ſo mag auch aus voranſtehender Notiz Rambachs Verdienſt und ſeine Freude uͤber die 200 Erſtlings⸗Numern gewuͤrdigt werden. Von Roos namentlich ſagt Wenck, daß derſelbe als Candidat ihm zur Verfertigung des Catalogs der Hofbibl. mit Fleiß und Accurateſſe behulflich geweſen ſey, und wer der Mitbuͤrger beduͤrfte fuͤr die Namen der erſt vor Kurzem Heimgegangenen in gleicher Hinſicht ein aͤhnliches Zeugniß?—
Daß jedoch die Bibl. von 1815 an bis jetzt, bey täglich theureren Buͤcherpreiſen egen 1300 Numern erreichen konnte, wurde theils moͤglich durch die ohngefaͤhr 10 Fehre lang ausgezeichnete Frequenz der Schule*) und die dadurch vermehrten Schuͤ⸗ lerbeitraͤge, theils durch eine vor dritthalb Jahren Statt gefundene außerordentliche Gerwendung von 218 fl. 9 kr. fuͤr allmaͤhlig aufgewachſene Buͤcherrechnungen. Es waren dieſe, urſpruͤnglich fuͤr phyſikal. und mathem. Apparat beſtimmten Gelder, ſeit einigen Jahren geſammelt worden, namentlich zum Behufe der Anſchaffung einer unſerer Anſtalt noch mangelnden Luftpumpe. Außerdem wurden ſeit 1825 die jäͤhrlichen fuͤr math. und phyſ. Schulbeduͤrfniſſe ausgeſetzten Summen auf Buͤcher verwandt. Daß auch die Heyer'ſche Buchhandlung inzwiſchen eine Anzahl ihrer Verlagswerke ſchenkte, verdient um ſo mehr hier bemerkt zu werden, je ſorgfaͤltiger auch der Gruͤnder der Bibliothek in ſeinen Catalogen die Namen aller Beitragenden angemerkt hat. Es zeichnete ſich dabei der Kreis ſeiner nahen und fernen Verwandten aus; er ſelbſt aber gab noch mehr, als alle zuſammen; nehmlich 25 Numern.
Als Weiteres die Bibl. und deren Einkunfte und Verwaltung Betreffendes finde ich in den mir vorliegenden Acten nur noch aufgezeichnet von Rooſiens Hand: „Nach dem Tode des Herrn M. Borck wurde mir die Erſte Lehrerſtelle am Pädagoge „und damit zugleich die Aufſicht uͤber die Schulbibl. durch ein gnäͤdigſtes Reſcript vom „15. Sept. 1784 uͤbertragen..7
Gießen am 31. Oct. 1784. Mag. J. F. Roos.
Es ergiebt ſich daraus die fortgeſetzte Obſervanz, jedesmal den Erſten Paͤdag. Lehrer zum Bibliothekar zu beſtimmen. Daſſelbe und noch Weiteres ergiebt ſich aus Folgendem von Dan. Snell's Hand: 1
„Als nach dem Tode des Herrn Prof. Koͤſter Herr Prof. Roos das Paͤda „gogiarchat erhielt, bekam ich die Aufſicht uͤber die Bibl. Zugleich wurde durch die
3 *) Prima allein zaͤhlte einige Zeit nahe an 100 Schülern; die vier Klaſſen aber dritthalbhundert, einmal über 270 Schüler.— Jett beträͤgt die Anzahl 133. 3 4 balbh 4


