Aufsatz 
Einige das Gießer akademische Pädagog besonders dessen Bibliothek und deren Gründer Jac. Theod. Franz Rambach betreffende Nachrichten und Bemerkungen : Einladungsschrift zu den am 9., 10. und 11. April 1829 im akadem. Pädagoge anzustellenden üblichen Prüfungen und Redeübungen / von Joh. Val. Klein
Entstehung
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der Monadenlehre, oder der harmonia praestabilita ergeben; man wird ſoviel doin ſchreiben, daß man ſie daruͤber vergißt, oder ſie, wie die edle Finanzkunſt, nur al ein Objert des Schreibens anſehen, das nun eben nicht erfordere, daß man ſie zum Gluͤcke der Voͤlker anwende...; wenn ein Staat gute Lehrer beſtellt, ſie wuüͤrvig belohnt und eben ſo gut von andern Seiten aufmuntert, ſo wird ohnehin die groͤßte Verbeſſerung gemacht ſeyn. Gute Lehrer werden auch eine mittel⸗ maßige Anſtalt nutzbar machen, aber auch die beſte Einrichtung wird ohne dieſes we⸗ nuig helfen... u. ſ. w. dieſe Worte eines Mannes, den Deutſchland als Ge⸗ lebrten und Schulmann ruͤhmlich kennt, waren wohl recht eigentlich zeitgemäße Worte, darum aber auch paſſend fuͤr alle Zeiten in ahnlichen Verhäaͤltniſſen. Und darum moͤgen auf den gedruͤckten hieſigen Schulcollegen,(deſſen Gram⸗ matik Wenck der ſeinigen zu Grunde legte), die weiteren Worte Weucks ihre ſpecielleſte Anwendung finden: ghn id

Nuͤtzlicher iſt es wohl, daß der patriotiſche Schulmann, nachdem er die Fehler

ſeines Gebaͤudes lange kennen lernen, nun Hand anlege, beſſere, was er kann, und was er nicht kann in die Rubrik von pium desiderium eintrage und alleufalls ſage: Er koͤnne es nicht! An Unterſtuͤtzung wird es ihm, wenn er anders ein gutes Vorurtheil fuͤr ſich hat, nicht fehlen, er wird hier und da einen ehrwuͤrdigen Menſchenfreund ſinden, dem mit dem Willen, Gutes zu thun, auch Einſicht und Kraſt verliehen iſt, es thun zu koͤnnen. Nur fordere er nicht mehr, als Zeit, Umſtäͤnde und manches Beduͤrfniß verlangen und halte nicht grade das fuͤr die einer Schule angemeſſenſte Verfaſſung, was am meiſten ſchimmert oder den groͤßten Aufwand von Kraäften erfordert. nI erc4

In ſolchem Geiſte ſuchte Rambach, nicht ſo günſtig und frey geſtellt, als Wenck, ſtill wirkſam zu ſeyn. Vieles Einzelne iſt aus den vorhandenen Literali zu erſehen, wie er auf Alles, namentlich auch auf Lehrbuͤcher und Huͤlfsmittel thaͤtig ſein Augenmerk richtete. Man kann in beider Hinſicht an zwanzig bedeutendere Puncte aufzaͤhlen, deren Aenderung, Einrichtung, Abſchaffnng oder Anſchaffung er veranlaßte, oder bewirkte. Auch eine Sammlung neurheriſchen Abbildungen, wie die

Anlegung eines Naturaliencabinets das bis jetzt noch in dem erſten Keime geblieben faßte er in's Auge. Er ſelbſt erklaͤrt uͤber ſein Wollen und Wirken, im Jahre 1772:Ich habe mir's nicht nur eifrig angelegen ſeyn laſſen, mein Amt aus allen Kraͤften und mit moͤglichſter Treue zu thun, ſondern auch ſtets darauf ge⸗ dacht, allerley heilſame Verbeſſerungen in der ganzen Verfaſſung des Pädagogs zu ſtiften, wozu mir ein beſonderes Zutr auen und eine ganz vertraute Freundſchaft des Herrn Paͤdagogiarchen, die ich ſorgfaͤltig zu unter⸗

halten geſucht, ſehr zu Statten gekommen..

So war es denn auch moͤglich, daß ſchon im Erſten Jahre die Paͤdagbiblioth. uͤber 200 Baäͤnde, lauter neue Zuͤcher, zaͤhlte, deren Einband allein uͤber Hun⸗ dert und Zwanzig Gulden koſtete. In ſeiner Herzensfreude uͤber die ſo weit ge⸗ lungene Gruͤndung, klagt jedoch der ſitteneifrige Schulmann:aber in der Verfeinerung der Sitten, wie ich ſie wuͤnſchte, hat doch auch das Leſen der vortrefflichſten, dahin

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