Aufsatz 
Einige das Gießer akademische Pädagog besonders dessen Bibliothek und deren Gründer Jac. Theod. Franz Rambach betreffende Nachrichten und Bemerkungen : Einladungsschrift zu den am 9., 10. und 11. April 1829 im akadem. Pädagoge anzustellenden üblichen Prüfungen und Redeübungen / von Joh. Val. Klein
Entstehung
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derator rerum im Inneren der Anſtalt ſelbſt that Noth; und dieſes war gerade der Mann, der, zuletzt als Erſter Lehrer, nach 17. jaͤhrigem Schul⸗ dienſte ſeine Beſoldung auf 260 fl. ſage Zweihundert und Sechszig Gulden gebracht, und zwey Jahre vor ſeinem Weggange in auswaͤrtigen Dienſt, als Definitor, nicht viel weiteres Einkommen hatte. Frankfurt gab ihm als Conroctor, der damals ſchon mehrere Lehrbuͤcher, namentlich ſeige weitverbreitete lateiniſche Grammatik,(die ver⸗ beſſerte Lange' ſche) geſchrieben hatte, neben mehr Einkommen, ruhigeres Wirken). Nun erſt mag man des Mannes obige, vor ſeinem Abgange niedergeſchriebene Worte wuͤrdigen, die von ſeinen verhaͤltnißmaͤßig bedenteuden Geldbeitraͤgen an die Bibliothek, an ſonſtige Klaſſenbeduͤrfniſſe nnd an arme Schuͤler reden, und von ſeiner Anhaͤnglichkeit an die Anſtalt, und daß er allein um ihretwillen ledig geblieben, und daß zu unleidlich die Vorwuͤrfe gewe⸗ ſen, die ſeit Jahren der Anſtalt gemacht wurden; nun erſt mag man be⸗ greifen, warum endlich im Herbſte des Jahres, in welchem auf einmal drey Lehrer in auswaͤrtige Dienſte giengen, und vier erledigte Stellen mit drey neuen Lehrern beſetzt wurden, das Erſte Pädagog⸗Programm*), Nachricht vom Fuͤrſtl. akadem. Paͤdagog in Gießen erſchien, und warum es, nur 3 Quartblaͤtter enthaltend, ſo kurze, ja duͤrftige Notitzen uͤber Lehrerwechſel, neue CEinrichtung und Lectionen darbot; ein Umſtand, der ſonſt allen um ſo auffallender ſeyn duͤrfte, die da bedenken, daß ſchon lange zuvor das ſchweſterlichſe Paͤdagog in

Darmſtadt durch halbjährlich geſchriebene Programme, ſich auszeichnete, uͤnd daß dieſes durch Helf. Bernh. Wenck's Programm:Nachricht von der gegenwaͤrtigen Einrich⸗ tung des Fuͤrſtl. Pädagogs in Darmſtadt, 1774, dem hieſigen ein Jahr zuvor mit freyſinnigem Beyſpiele vorangieng; nun erſt mag man ſogar, wohl nicht mit Unrecht, vermuthen, wie die erwaͤhnten Gießer Angelegenheiten auf Wenck's Programm, deſſen Irhalt und deſſen Erſcheinen, bedeutenden indirecten Einfluß gehabt haben moͤgen. Wencs Worte in der erwaͤhnten Nachricht:Es wird den Educations⸗ Planen, wie

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4 2) Noch wird, glaubhaftem Vernehmen nach, ſein Andenken dort bei zahlreichen Schulern verehr t Auch ſoll daſelbſt eine ihn auszeichnende biographiſche Abhandlung gedruckt worden ſeyn, die der Verfaſſer bis jetzt noch nicht erhalten konnte..

*) Schon im nächſten Jahre ſchrieb der nachmalige Roctor zu Riga, zuletzt als Pfarrer zu Brando⸗ berndorf im Naſſauiſchen, geſtorbene Mag. Karl Phil. Mich. Snell, das zweite, ein Herbſt⸗ Programm:Von dem Urſprunge der griech. Accentzeichen. Einige Jahre nachher ſchon ſchrieb ſein Bruder, der noch zu Weilburg lebende ehrwürdige Veteran der deutſchen Padagogen, Chriſt. Wilh. Snell; ſowie noch ſpater auch der dritte Bruder, Friedr. Wilh. Daniel Snell, der vor Kurzem hier entſchlummerte. Seltenes Brüder⸗Triumvirat! Wohl könnte es für manchen mancherlei Intereſſe haben, die bis zu gegenwärtiger Nachricht geſchriebenen beilaͤufig 80 Pro⸗ gramme etwas genauer kennen zu lernen. Dank unſerem heimgegangenen Dan. Snell, daß er ſie bis zum Jahre 1804 für die Päͤdag. Blblioth. ſammelte. Hierdurch veranlaßt, ſuchte auch die e ſpäteren für dieſelbe zuͤſammen der Verf. 4 n12. 2