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„Landkaſten, nebſt dem Reſt von 8 Jahren— denn es iſt dieſes Geld ſeit 1764 nicht „entrichtet worden*)— dazu ausgeſetzt.“
„Dabey habe mich erboten, alle Muͤhe der Beſorgung und Anſchaffung der nütz⸗ „lichſten Buͤcher auf mich zu nehmen, auch den ohnmaßgeblichen Vorſchlag gethan, dieſe „Anſtalt vor der Hand noch in die Schranken zu ſetzen, daß nur ſonderlich fuͤr eine „auserleſene Sammlung deutſcher Schriften, die zur Bildung des Herzens und Ge⸗ „ſchmacks dienen, fuͤr die Schuͤler, und daneben zum Nutzen der Lehrer auch fuͤr die „beſten Lehrbuͤcher von der Erziehung und Unterrichtung der Jugend, nicht minder fuͤr „einige gelehrte Journale und andere gemeinnuͤtzige hiſtoriſche Schriften geſorgt werde; „welches ebenfalls genehm gehalten worden.“
„Dieß iſt alſo der Urſprung, der neuen Pädagogbibliothek, nebſt den Urſachen, „warum ſie erſt jetzt errichtet worden. Dabey aber iſt noch anzumerken, daß auch „einige Buͤcher in dem großen Schrank des Paͤdagogs, der ſonſt voll uralter Noten⸗ „buͤcher war, vorgefunden worden, die man der neuen Buͤcherſammlung(bis auf 3 nuriſt. incomplete Piegen) einverleibt und im Catalogo mit dem Beyſatze angezeigt, „daß ſie dageweſen.“
„Was ſonſt zur neuen Anſtalt von den zeitigen Collegen des Paͤdagogs, wie auch „von Herrn Buchhändler Krieger aus patriotiſcher Geſinnung beygetragen worden, „iſt ebenfalls im Cataloge durch den beigeſetzten Namen des Stifters angemerkt.“
„Ich**) habe gleich anfangs baar 25 fl. zu dieſer Anſtalt verwendet und ſie her⸗ „nach doch immerfort aus allen Kraͤften unterſtuͤtzt, wie denn auch alle Praͤſente durch „meine Vorbitte und Empfehlung hinzugekommen ſind..
Gießen den 18. Mai 1772. Mag. Jac. Theod. Franz Rambach Erſter Colleg des Pädagogs und Definitor.“
Wer nach allem, aus naheliegenden Gruͤnden gewiſſenhaft vergleichend und diplo⸗ matiſch genau Angefuͤhrten vielleicht noch nicht ganz geneigt ſeyn duͤrfte, die Anſicht des
*) Erwähnte Handſchrift d giebt nur einen Reſt von 5 Jahren, dagegen die Handſchr. b(enthalten in dem fräheſten Ramb. Bibl. Kataloge in a.) ebenfalls ausdrücklich ſagt: daß der dis 1772 achtjährige Rückſtand 100 Rthlr. betragen habe.
**) Dieſe Worte von hier an finden ſich in Handſchrift e, der Rambachiſchen Abſchrift des oben ab⸗ gedruckten Rambach⸗Bennerſchen Originals. Wie Letzteres datirt die Abſchrift, obgleich ſie, nach inneren und äußeren Gründen, erſt 1775(gleichſam als öffentliches Vermaͤchtniß des nach Fraukf. Abgehenden) in den 2. Bibl. Katal. in Pol. eingetragen wurde.


