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„Serenissimus ſich gnaͤdigſt wohlgefallen laſſen, beſtehen und ſey deßhalb „das Noͤthige an die Univerſitaͤt reſcribirt worden“. Dieſem zu Folge iſt „nun in 37 Jahren ein ziemliches Capital von 693 fl. 15 kr. erwachſen, wozu auch „noch die Straſgelder gekommen und davon wenig Ausgabe geſchehen, weil man die „nothwendigſten Poſten anderswoher zu beſtreiten geſucht. Und da durch verſchiedene „Empfehlungen des Pädagogiarchen verſchiedene Goͤnner und Freunde des Schulweſens „ſich bewegen laſen, einer mit 400 fl, zween mit 200, andere mit 20 fl. u. ſ. w. „als legatis zu ſuccurriren, auch der Paͤdagogiarch ſelbſt unter der Hand ein und das andere „beigetragen, ſo iſt bei der treueſten Adminiſtration dieſes Capital dato uͤber 2000 fl. „.ſieger. Dieſer unverhoffte Segen aber hatte kaum angefangen ſich zu zeigen, ſo „faßte Se. Hochwuͤrden(der Paͤdagogiarch) im Vertrauen auf Gott die Entſchließung, „von dieſem Gelde mit der Zeit ein stipendium fuͤr arme paedagogicos zu ſtiften, da⸗ „ber denn die ganze pension jährlich wieder angelegt und noch keine Buͤcher gekauft „wurden, nur daß bisweilen ein armer Schuͤler etwas, das ihm am noͤthigſten war, „daraus erhielt, auch Landcharten und Halliſche Vorſchriften daraus angeſchafft „wurdene)). 3.. „Allein da nun die Zeiten taͤglich ſchlechter wurden, ſo daßunſere paedagogici ſich „kaum die noͤthigen Schulbuͤcher anſchaffen koͤnnen und dann bey einem ſo hoch geſtie⸗ Penen Flor der deutſchen Literatur es hoͤchſt noͤthig wird, der Jugend auch die „beſten deutſchen Schriftſteller in die Haͤnde zu geben**), damit ſie bey Zeiten einen „ſeinen Geſchmack in der Mutterſprache erlangen: ſo habe Sr. Hochwuͤrden, meinem „großen Goͤnner, ich***) in dieſem Jahre beſonders angelegen, von denen ehemals Hu Buͤchern beſtimmten Geldern jährlich in dieſer Abſicht etwas anzu⸗ „wenden. Worauf Sie auch von nun an das jaͤhrliche Quantum aus dem Geiſtl.
*) Der Bericht A ſagt: der Paͤdagogiarch habe gleich bei'm Antritte des Paͤdagogiarchats die Samm⸗ lung eines Cäpitals zu Stipendien für arme Schüler unternommen.
**½) Kaum bedarf es bei dieſer Stelle der Andeutung, daß nahe in jener Zeit, vor nun ſchon 50 Jahren, der noch lebende Altmeiſter ſeinen Götz mit eiſerner Rechte auftreten ließ gegen alle ver⸗
atrerte und verſchlifſene Eritik und Kunſt, und daß, als mancher Gelahrteſte in und außerhalb des Schul⸗ertzastuli noch vornehm Wilandii de Oberonte tractatum citiren mochte, das Schul⸗Bedärfniß hinſichtlich der Mutterſprache groß war. 1. 1
*¼) Hier kann nicht übergangen werden, daß der ſchon erwähnte ſpätere, nach Rambachs Weggange vom Padagog geſchriebene Bericht 4 ſagt:„ſo baten im⸗Jahr 1772 ſämmtliche Collegen des hiefigen Paͤdagogs Se. Hochwürden ꝛc.... anzuwenden:“ Zugleich findet ſich darin die Be⸗
Bemerkung, daß der bereits geſammelte Stipendienfond fortgeſetzt werden ſoll. Es muß aber der 1772 ſchon über 2000 fl. betragende Fond zur Zeit der Abfaſſung der Handſchrift d,(gegen 1775— 77) an dritthalbtauſend Gulden betragen haben.— Nach einer mundlich dem Berfaes zugekommenen glaublichen Bemerkung wurden ſeit 1777 jährlich von den Zinſen 12 fl. verwan um die damals neugeſchaffene Stelle eines Padagog⸗Cuſtos(jetzt Pedell) badurch zu beſolden. Der große Reſt des Fonds iſt nicht mehr bei dem Pädagoge. Genaueres werden wohl die Univerfitäts⸗Acten nachweiſen..
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