Aufsatz 
Einige das Gießer akademische Pädagog besonders dessen Bibliothek und deren Gründer Jac. Theod. Franz Rambach betreffende Nachrichten und Bemerkungen : Einladungsschrift zu den am 9., 10. und 11. April 1829 im akadem. Pädagoge anzustellenden üblichen Prüfungen und Redeübungen / von Joh. Val. Klein
Entstehung
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Hand geſchrieben, legt zwar die Darſtellung der erſten meiſt woͤrtlich zu Grunde, bes haͤlt Rambachs Datum der Unterſchrift bei, zerſplittert aber deſſen eigenthuͤmlichſtes Verdienſt, daſſelbe leiſe wie leider ſo oft geſchieht an die Mehrheit vertheilend, gleichſam ins Allgemeine verſchwemmend. Nennt man dieſe Nachrichten der chronolo⸗ iſchen Ordnung nach a, b, e, d, ſo iſt der Umſtand nicht unwichtig, daß a(einem ascik. Fde biblioth. academ, et paedag. beigelegt), mit Bemerkungen von des Paͤdagogiarchen Hand verſehen iſt, die auch in die ſpaͤteren Aufſaͤtze uͤbergegangen ſind.

Die Angel des Ganzen dreht ſich um die Anwendung weniger Worte eines Fuͤrſtl⸗ Reſeriptes des Landgrafen Ernſt Ludewig, vom 19. Januar 1735. Das im Fasc. D.Ueber Gebrechen des Paͤdagoges beigelegte Original⸗Reſcript, an den Superint. Rambach, des Erwaͤhnten Vater, der von 1732 35*), mit der Oberleitung und Beaufſichtigung des Paͤdagogs(nicht dem Paͤdagogiarchnte) allerhoͤchſt beauftragt war, ſagt:.,

alſo verordnen wir gaaͤdigſt, daß obgedachtes Surplus von 12 ein halb. Rthlr. bis auf unſere weitere gnaͤdigſte Verordnung eingezogen und nach und nach zu An⸗ ſchaffung noͤthiger Landcharten, eines globi und nuͤtzlicher ſelecten Schulbuͤcher, unter Rechnung des paedagogiarchae, angewendet wer⸗ den ſollen.

Welche Bewandniß es mit dieſen Reſcriptes⸗Worten habe, und wie dennoch erſt 1772, alſo 37 Jahre nach dem Tode des Superintend. Rambach, und nach einer ungemein großen Reihenfolge von Lehrern unter einem und demſelben Paͤdagogiarchen, durch Rambach, den Sohn, die Bibliothek gegruͤndet werden konnte, und wurde, mag aus dem Weiteren ſich ergeben.

Nach dem Tode des Paͤdagogiarchen Mai, des Sohnes,( 1732) verband nehm⸗ lich der Erſte Paͤdagoglehrer, Joh. Chriſtoph Eberwein, mit ſeiner bis⸗ herigen Stelle das Paͤdagogiarchat, bis zu ſeinem zwey Jahre nachher erfol⸗ genden Tode. Jedoch fuͤhrte, wie ſchon erwaͤhnt, waͤhrend dieſer zwey Jahre und noch faſt ein Jahr lang nachher die Oberleitung des Paͤdagogs der Superint. u. Prof. Joh. Jac. Rambach. Eberwein hntte zu ſeiner fruͤheren Beſoldung bei der Er⸗

*) Starb ſchon 3 Monate nachher, den 10. Apr. deſſelben Jahres, Jahre alt, am Scharlachfieber⸗ Er hatte 1731 in Halle den Ruf nach Gießen einem gleichzeitigen nach Copenhagen, als deut⸗ ſcher Hofprediger und Prof. Theol., vorgezogen. Seine wöchentlichen Lehrerconſerenzen eröffnete er jederzeit mit Gebet. Sein Herzensfreund, der treffliche Joh. Phil. Freſenius, nachmals Sen. minist. zu Frankfurt,(auch Leyrer am hiefigen Pädagog) ſagt von ihm:groß war Meine Kraft im Beten. Wie manches geiſtliche Wort lebt noch von beiden Männern