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M. Manilius(dem augusteischen Zeitalter angehörig).
Manilius beschreibt in der letzten Hälfte des ersten Buches seiner Astronomica diejenigen Kreise der Himmelskugel, welche eine feste, unveränderliche Lage haben. Alsdann fährt er v. 629 fort: Zwei Kreise der Himmelskugel aber haben die Astronomen wandelbar gemacht, indem sie bei jeder Ortsveränderung auf der Erde ihre Lage am Himmelsgewölbe wechseln. Der erste derselben ist der Meridiankreis, welcher durch die beiden Himmelspole geht und für jeden Ort auf der Erde die Mittagsstunde bestimmt, und zwar so, dass die östlicher gelegenen Orte die Tageszeiten früher haben, als die westlicheren. Der andere wandelbare Kreis der Himmels- kugel ist der Horizon?, welchen er v. 644—661. beschreibt mit folgenden Worten:
Alterius fines si vis cognoscere gyri, 645. Circumfer faciles oculos vultumque per orbem. Quidquid erit coelique imum terraeque supremum, Oua coit ipse sibi nullo discrimine mundus, Redditque aut recipit fulgentia sidera ponto: Praecingit tenui transversum limite mundum. Haec quoque per totum volitabit linea coelum, Nunc tantum ad medium vergens mediumque repente Orbem, nunc septem ad stellas, nunc mota sub astra. Sed quocumque vagae tulerint vestigia plantae Has modo terrarum, nunc has gradientis in oras: 655. Semper erit novus et terris mutabitur arcus,
OQuippe aliud coelum ostendens aliudque relinquens
Dimidium tegit atque refert varioque notabit
Fine et cum visu pariter sua fila movente.
Hic terrestris erit, quia terram amplectitur, orbis, 660. Et mundum plano praecingit limite gyrus,
Atque a fine trahens titulum memoratur horizon.
Wenn man die Grenzen des anderen Kreises kennen lernen will: so muss man Augen und Antlitz beweglich im Kreise herumwenden. Jenes Gansze, welches aus dem untersten Rande des Himmels und der obersten Fläche der Erde sich bildet, dort wo das Weltall selbst stetig in sich ohne Unterbrechung fortschreitet, und dessen Ocean die glänzenden Gestirne entsendet oder wieder aufnimmt: das umgürtet das Weltall wagerecht mit schmaler Grenze. Auch diese Linie wird über den ganzen Himmel hinwandern, je nachdem sie bald rasch immer mehr in die Mitte des Weltalls, bald an des Nordens Gestirn, bald unter die Sterne von schwankender Lage sich hinlegt.— Aber wohin auch immer die unsteten Füsse des bald in diese bald in jene Gegenden Reisenden ihre Spuren tragen mögen: immer wird der Bogen neu
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