Aufsatz 
Ueber den Begriff des Horizontes, insbesondere des geographischen oder natürlichen, und dessen geschichtliche Entwickelung / Dr. Ritter
Entstehung
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Windrose auf das éarμνμνα der nördlichen gemässigten Zone zu übertragen, um auch für Orte in Griechenland die Weltgegenden zu bestimmen, woher die Winde wehen. Und da es ausser diesem nur noch ein bewohnbares ézrgyna, nämlich zwischen dem südlichen Wende- und Polarkreise gibt: so sagt er im obigen Texte: 5Tον Bur μα, alterum. Auf einem so unbequemen Wege kommt er also zur Eintheilung des griechischen Horizonts, auf welchen die griechischen Autoren alles bezogen. Hätte er den Unterschied zwischen dem geographischen und dem astronomischen Horizonte schon gekannt: so würde er viel einfacher und klarer etwa nach der Methode zum Ziele gelangt sein, nach welcher Ptolemäus in seiner Magna Compositio lib. VI. cap. 11. verfährt. Dieser nämlich nimmt den mit dem astronomischen parallel liegenden geographischen Horizont, theilt denselben durch den Meridian und die Ostwestlinie in vier rechte Winkel am Mittelpunkte und findet durch weitere Viertheilung jener Centriwinkel seine sechzehn Himmelsgegenden. Dass übrigens Aristoteles seinen Horizont nicht für eine Linie, sondern für eine Kreis-EFläche ansieht, geht daraus hervor, dass er ihn durch die Durchschnitte des Aequators, der Wende- und Polarkreise in Segmente theilt und aussagt, dass von den Winkeln am Mittelpunkte die Verschiedenheit der Windrichtungen abhänge. Auch bestätigen dies die Kommentatoren Alexander und Olympiodorus(529 n. Chr.) vollkommen.

Eine zweite wichtige Stelle für des Aristoteles Ansicht findet sich Meteorol. II. c. 7, 3 (Ideler I. c. I. p. 108). Aristoteles führt hier die Meinung des Anaxagoras über die Entstehung der Erdbeben an, wonach die Erdscheibe den Aether, auf welchem sie ruhe, zusammendrücke. Der Aether aber sei Feuer. Dieser dringe in die schwammige, nur auf der Oberfläche mit einem zusammenhängenden erdigen Ueberzuge versehene Erdscheibe ein, werde da durch die Schwere der Erdscheibe zusammengepresst und suche sich dann durch die Erschütterungen der Erdbeben gewaltsam nach oben Luft zu machen. Aristoteles widerlegt diese Behauptung dadurch, dass er sagt: schon aus der Veränderlichkeit des Horizonts gehe hervor, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel sei. Folglich sei auch jene Ansicht unstatthaft. Seine Worte sind: IIOòs Heν Odv TaT 1 τ†ν alriaν 098v 1-c8 ds1 Xéystv, s Xiav äxrες ενεννν 10 Ts JA dvch al»νο bros Brsi degrs eh s hij raurn, Oé9sat ra B6 vra Tv G‿μ☚τ, ο à τ5 τοι, o ε, al 19 59vTas Tv d9iGov Ta Tv oloevv, ögv hsis Ioev, Ersov às! Niμενον us*ισντπιοεέυνισν ς οdeσm υνοντνε ual σραοσοαιεεοωιm[.

Sed contra hanc causam, ut nimis simpliciter prolatam, nihil fortasse dicere opus foret: stultum enim est, superum et inferum non ita esse existimare, ut corpora pondere praedita non omni ex parte in terram ferantur, levia autem et ignis in superum; idque, cum cernamus, orbem, qui omnem eam quam norimus habitabilem terminat, nobis locum mutantibus alium semper fieri, tamquam gibbosa terra sit et in rotundam figuram conglobata.

nal ratra: und noch dazu; 75ν dicovra, nämlich auαov. Hier wird also aus- drücklich gesagt, der Gesichtskreis begrenze die bewohnte Erde, Kouxov, T5v d9iCovTa Tiv